Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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18 Die Pickwicker.

»Ich will ihm nach!« rief Herr Pickwick aus, und bei dieſen Worten ſchlug er drohend auf den Tiſch.

»Uebermorgen fahr' ich nach Ipswich, Sir,« ſagte Weller der Aeltere,»im Stier in Whitechapel können Sie einſteigen. Wenn's wirklich Ihre Abſicht iſt, Sir, wer⸗ den Sie wohlthun, mit mir zu fahren.«

»Sie haben Recht,« ſagte Herr Pickwick,»und ich kann ja an meine Freunde in Bury ſchreiben, daß wir

in Ipswich zuſammentreffen wollen. Gut, wir fahren

mit Ihnen. Aber eilen Sie nicht ſo, Herr Weller; wollen Sie nicht einen Tropfen zu ſich nehmen?«

»Sind gar zu gütig, Sir,« erwiederte Herr Weller; ein kleines Glas Branntwein auf Ihre Geſundheit und Sammy's Erfolg würde nicht ſchädlich ſein.«

»Sicherlich nicht!« ſprach Herr Pickwick und rief nach einem Glaſe Branntwein.

Der Branntwein wurde gebracht, und nachdem der

Alte vor Herrn Pickwick ſein Haupt entblößt, und Sam

zugenickt hatte, goß er es in ſeine geräumige Kehle, als ſei es nur ein Fingerhut voll geweſen.

»Bravo, Alter,« ſagte Sam;»aber nehmt Euch in Acht, ſonſt habt Ihr Eure alte Plage, die Gicht, wieder im Leibe.«

»Dagegen hab' ich ein Univerſalmittel, Sammy,⸗

ſagte der Alte, indem er das Glas hinſtellte. 5

»Ein Univerſalmittel gegen die Gicht!« rief Herr Pickwick aus, indem er eiligſt ſein Notizenbuch aus der Taſche zog.»Worin beſteht das?«

»Die Gicht iſt'ne Plage, Sir,« erwiederte der alte Weller,»die von zu viel Gemüthsruh und comfortablem Leben herrührt. Sollten Sie'mal'nen Gichtanfall be⸗ kommen, Sir, ſo heirathen Sie nur'ne Wittwe, die'ne ſtarke, tüchtige Lunge hat, und ſie auch gern anwendet, und