Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 17

»Unmöglich!« ſagte Herr Pickwick.

»Will nich Weller heißen, wenn's nich wahr iſt,« bekräftigte der Alte; und will Ihnen auch ſagen, wo⸗ her ich's weiß. Bisweilen fahr' ich für'nen guten Freund'ne Ipswicher Poſtkutſche. Den Tag drauf, als Sie ſich den Rheumatismus in dem bewußten Garten geholt hatten, that ich das auch. Im Mohrenknaben zu Chelms⸗ fort nahm ich ſie ein, ich fuhr ſie bis nach Ipswich und der Bediente der in Maulbeerfarbe hat mir geſagt, daß ſie noch'ne lange Zeit dort zu bleiben gedächten.

»Ich werde ihm dahin folgen,« ſagte Herr Pickwick, »wir können Ipswich eben ſo gut beſuchen, wie jeden an⸗ dern Platz; ich werde ihm dahin folgen!«

»Wißt Ihr's aber auch ganz beſtimmt, daß ſie's waren?« fragke Sam.

»Ja, Sammy,'s iſt ganz beſtimmt,« erwiederte ſein Vater; denn ſie ſahen ſo auffallend aus; und's kam

mir ſo kurios vor, daß der Gentleman mit dem Bedienten

ſo ein Herz warz und endlich, da ſie dicht hinter'm Bock ſaßen, hört' ich ſie ſagen und darüber lachen, wie ſie den alten Kamaſchenkönig bei der Naſe herumgeführt hätten.«

»Alten was?« fragte Herr Pickwick.

»Den alten Kamaſchenkönig, Sir, womit man Ihnen unfehlbar titulirte, Sir.«

Es iſt durchaus nichts poſitiv Beſchimpfendes oder Entehrendes in der Benennung valter Kamaſchenkönig,« keineswegs aber iſt ſie eine ehrerbietige oder ſchmei⸗ chelhafte. Gerade als Herr Weller anfing zu reden dachte Herr Pickwick an alle die ihm durch Jingle zuge⸗

fügten Kränkungen, es bedurfte daher nur einer Feder,

um die Schaale niederzudrücken, und der»alte Kama⸗ ſcchenkönig« that es.

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