Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. wort; und während er lachte, ſagte Sam ſeinem Vater leiſe, in welchem Verhältniß er zu dem Herrn ſtehe.

»Bitt' um Verzeihung, Sir,« ſagte Weller der Va⸗ ter, ſeinen Hut abnehmend,»will hoffen, daß Sie an Sam nichts auszuſetzen haben, Sir?«

»Ich bin ganz mit ihm zufrieden,« erwiederte Herr Pickwick.

»Freut mich ſehr, dieſes zu vernehmen, Sir,« fuhr der alte Mann fort;»ich hab' mir aber auch ſehr große Müh' mit ſeiner Erziehung gegeben, Sir; ließ ihn auf der Straße'rum laufen, als er noch ſehr jung war, und für ſich ſelber ſorgen. Das iſt das einzige Mittel, 'nen Knaben gewitzigt zu machen, Sir.«

»Ich ſollte ſagen, daß es doch ein wenig gefährlich werden könnte,« bemerkte Herr Pickwick lächelnd.

»Ganz ſicher, iſt ſo'ne Methode nicht,« ſetzte Sam hinzu;»vor ein Paar Tagen wurd' ich noch recht ordent⸗ lich angeführt.«

Nicht möglich!« rief der alte Weller aus.

»Doch möglich,« ſagte Sam, und erzählte mit weni⸗ gen Worten ſein Abenteuer mit Hiob Trotter.

Weller der Aeltere hörte ſehr aufmerkſam zu, und als Sam ſeine Erzählung beendigt hatte, fragte er:

»War nicht einer von den Schuften groß und ſchmächtig, und hatte lange Haare und ein Maulwerk am Kopf wie'n Mül lead?«

Herr Pickwick bejahete.

»Und war nicht der Andre'n Kerl in maulbeerfar⸗ biger Livree, und mit'nem ſehr dicken Kopf?«

Ja, ja, er iſt's, er iſt's!« riefen Herr Pickwick und Weller der Jüngere zugleich aus.

»Dann weiß ich, wo ſie ſtecken,« fuhr der alte Weller fort,»ſie ſitzen alle Beid' in guter Ruh' zu Ipswich.«