Die Pickwicker. 13
»Sam, ich will ſogleich zu Herrn Perker gehen.⸗
»Das iſt derſelbe, Sir, zu dem Sie geſtern Abend hätten gehen ſollen,« erwiederte Sam.
»Ich glaube, Sie haben Recht, Weller,« entgegnete Herr Pickwick.
»Daß ich Recht habe, das weiß ich, Sir,« ſagte Sam.
»Nun gut, wir wollen ſogleich zu ihm, fuhr Herr Pickwick fort; doch auf den Verdruß möchte ich wohl erſt ein Glas Branntwein mit Waſſer trinken. Wo kann ich es haben, Sam 2
Weller antwortete ohne das mindeſte Beſinnen, denn ſeine Kenntniß der Hauptſtadt war ſehr ausgedehnt.
»In der zweiten Straße rechter Hand— das vor⸗ letzte Haus auf der nämlichen Seite— ſetzen Sie ſich an den Tiſch dicht beim Kamin— er hat nicht, wie alle andern, ein Bein in der Mitte, was ſehr unbe⸗ quem iſt.«
Ohne Weiteres Weller's Rath befolgend, trat Herr Pickwick in das Gaſthaus ein, wo er ſehr prompt mit heißem Branntwein und Waſſer, und Weller, der in ehr⸗ erbietiger Entfernung, obgleich an demſelben Tiſch mit ſeinem Herrn ſaß, mit einem Krug Porter bedient wurde.
Das Gaſtzimmer, welches äußerſt einfacher Art war, ſtand dem Anſchein nach unter der beſondern Gönner⸗ ſchaft von Fiaker⸗Kutſchern, denn es befanden ſich in demſelben trinkend und rauchend mehrere Gentlemen, offenbar jener gelehrten Klaſſe von Leuten angehörig. Einer von ihnen, ein ſehr ſtämmiger, ältlicher Mann mit rothem Geſicht, der ſtarke Rauchwolken aus ſeiner Pfeife bließ, die er nach jedem Halbdutzend Zügen aus dem Munde nahm, und bald Herrn Weller, bald Herrn Pick⸗ wick anſah, erregte vorzugsweiſe des letztgenannten Herrn


