Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 151

Beſitz von Dokumenten ſehe, deren Beſchaffenheit und Werth ihr ganz unbekannt ſei, und die vergleichsweiſe leichte Mühe, die es Jemanden koſten würde, der ihre Lage genau kenne, zu ihr zu gelangen, ſich in ihr Ver⸗ trauen einzuſchleichen, im Nothfalle dadurch, daß er ihre Beſorgniß und Furcht vergrößere und unter irgend einem Vorwande in Beſitz des Dokuments zu gelangen. Dazu kamen Betrachtungen über den fortwährenden Aufenthalt des Herrn Squeers in weiter Entfernung von London, wodurch ſeine Verbindung mit Frau Sliderskow zu einem bloßen Maskenſtreiche werde, in welchem ihn ſowohl jetzt als irgend einmal nicht leicht Jemand erkennen würde; die Unmöglichkeit, daß Ralph die Sache ſelbſt unternehme, weil ſie ihn ſchon von Anſehen kenne, und verſchiedene Aeußerungen über den ungewöhnlichen Takt und die Er⸗ fahrung des Herrn Squeers, dem es ein Spaß und Kinderſpiel ſein würde, eine alte Frau zu überliſten. Nach dieſem Beſtreben, den Schulmeiſter zu überreden, bot Ralph ſeine ganze Geſchicklichkeit auf, um eine leb⸗ hafte Schilderung von der Niederlage zu entwerfen, die Nicolaus erleiden würde, wenn ihnen der Plan gelinge, indem er ſich mit einer Bettlerin verbinde, während er eine reiche Erbin zu heirathen hoffe, deutete die un⸗ endlich große Wichtigkeit an, die es für einen Mann wie Squeers haben müſſe, einen Mann wie ihn(Ralph) zum Freunde zu haben, verweilte bei den mannich⸗ faltigen Vortheilen, die Squeers von ihm gehabt, ſeit ſie mit einander bekannt gewordenindem er zum Bei⸗ ſpiel günſtig über ſeine Behandlung eines kränklichen Knaben berichtet habe, der unter ſeinen Händen geſtor⸗ ben ſei(deſſen Tod für Ralph und deſſen Clienten ge⸗ rade recht gelegen kam, was er jedoch nicht ſagte), und deutete endlich darauf hin, daß die funfzig Pfund vielleicht auf fünfundſiebenzig und bei völligem Gelin⸗ gen wohl gar auf hundert erhöhet werden könnten.

Als Nalph alle dieſe Argumente geltend gemacht hatte, ſchlug Squeers die Füße über einander, legte ſie wieder auseinander, kratzte ſich hinter den Ohren, rieb ſein Auge, beſah ſich ſeine Hände, kauete an den Nä⸗ geln, gab noch durch manche andere Zeichen ſeine Un⸗ entſchloſſenheit und Ruheloſigkeit zu erkennen und fragte,