Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Nieolaus Nickleby.

ob hundert Pfund St. das Höchſte ſei, was Nickleby geben könnte?« Als er darauf eine bejahende Antwort erhalten hatte, wurde er von neuem ruhelos, vachte nochmals nach, fragte wiederum vergebens ob Ralph nicht noch funfzig zulegen könne, ſagte endlich, er glaube, er werde es verſuchen müſſen, und wolle, was er vermöge, für einen Freund thun, was ja ein⸗ mal ſein Grundſatz ſei, und übernahm glſo den Auftrag.

»Aber wie wollen Sie an die Frau kommen?« fragte er;»das kann ich noch nicht begreifen.

Es iſt möglich, daß ich nicht an ſie kommen kann, antwortete Ralph,»aber ich will es verſuchen. Ich habe Leute in dieſer Stadt ausfindig gemacht, die ſich beſſer verborgen halten als ſie, und ich kenne Oerter, wo eine oder ein paar Guineen, die man ſorgſam daran wendet, oft dunklere Räthſel löſen als dieſes, oder ſie ver⸗ ſchweigen, wenn es ſein muß. Mein Schreiber klingelt an der Thür, wie ich höre. Wir können uns nun tren⸗ nen. Sie thun beſſer, wenn Sie nicht zu mir kommen, ſondern warten, bis Sie von mir hören.«

»Gut,« entgegnete Squeers;»aber Sie bezahlen, was ich im Sarazenen verzehre und vergüten mir mei⸗ nen Zeitverluſt, wenn Sie das Weib nicht ausfindig machen, he 2⸗ 3

»Ja,« antwortete Ralph,»vauch dies. Haben Sie ſonſt noch etwas zu ſagen?«

Saueers ſchüttelte mit dem Kopfe, Ralph begleitete ihn bis an die Hausthür, wunderte ſich da wegen Newmans, daß ſie verſchloſſen ſei, als wäre es Nacht, ließ ihn berein und Squeers hinaus und kehrte dann in ſein Zimmer zurück.

»Jetzt!« murmelte er vor ſich hin,»komme nun, was kommen will, ich ſtehe feſt und unerſchütterlich. Wenn ich nur dieſen einen kleinen Theil meines Verlu⸗ ſtes wieder einhole; wenn ich ihm nur dieſe eine Hoff⸗ nung zu Schanden mache, die ſeinem Herzen gewiß theuer iſt; wenn mir nur dies gelingt, ſo ſoll es das erſte Glied in einer Kette ſein, die ich um ihn ſchlingen will, wie noch keine von einem Menſchen geſchmiedet wurde.

Ende des ſiebenten Theiles.

8

7.