—
Nicolaus Nickleby. 1⁴9
Da Squeers auf dieſe Frage bloß durch Achſelzucken und Lächeln antworten konnte, ſo verlangte Ralph barſch, er ſolle nun ſchweigen und dankbar dafür ſein, daß er bei der Sache ſo gut wegkomme, dann ſah er ihn feſt und unverwandt an und erzählte:
Erſtlich, daß Nicolaus ihm einen Plan vereitelt,
den er wegen der Verheirathung eines jungen Mäd⸗
chens entworfen, und ſodann in der Verwirrung, die auf den plötzlich eingetretenen Tod ihres Vaters erfolgt, dieſes Mädchens ſich angenommen und ſie in Triumph fortgebracht habe.
Zweitens, daß ſie durch ein Teſtament oder ſonſt, gewiß durch ein geſchriebenes Dokument, welches den Namen des jungen Mädchens enthalten müſſe und deß⸗ halb leicht unter andern Papieren werde herausgefun⸗ den werden können, wenn man an den Ort käme, wo es ſich befinde,— Anſpruch auf eine Beſitzung habe, die, erfahre ſie jemals die Exiſtenz dieſes Dokumentes, ihren Mann(und Ralph meinte, Nicolaus würde ſie gewiß heirathen) reich, unabhängig und zu einem höchſt gefährlichen Feinde machen würde. 3
Drittens, daß dieſes Dokument nebſt andern einem Manne entwendet worden ſei, der es ſelbſt betrügeri⸗ ſcher Weiſe erhalten oder verheimlicht habe und der ſich ſcheue, irgend einen Schritt zur Wiedererlangung deſſelben zu thun; daß er(Ralph) den Dieb kenne.
Squeers hörte alles dies mit gierigem Ohre, wel⸗ ches jede Silbe verſchlang, mit weit aufgeriſſenem Auge und offenem Munde an, denn er wunderte ſich, aus wel⸗ chem Grunde er in ſo hohem Maße mit Ralphs Vertrauen beehrt werde und worauf es eigentlich abgeſehen ſei.
»Nun,« fuhr Ralph fort, indem er ſich verneigte und ſeine Hand auf den Arm des Herrn Squeers legte,


