Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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148 Nicolaus Nickleby.

und Sie halb todt prügelte, und um es Ihnen möglich zu machen, einen halbtodten Burſchen wiederzubekom⸗ men, den Sie wieder zu erhalten wünſchten, weil, wenn Sie Ihre Nache an ihm auslaſſen. Sie wiſſen, die Ueberzeugung, er befinde ſich wieder in Ihrer Ge⸗ walt, werde die empfindlichſte Strafe ſein, die Sie Ih⸗ rem Feinde zufügen können. Iſt es nicht ſo, Herr Squeers?«

»Ja, Herr Nickleby,« entgegnete Squeers, faſt er⸗ ſchreckt durch den Entſchluß, den Ralph verrieth, alles gegen ihn ſprechen zu laſſen, und durch deſſen eiſerne unbeugſame Beſtimmtheit,gewiſſermaßen war es ſo.

Was ſoll das heißen?« fragte Ralph ruhig.

»Nun, gewiſſermaßen, ſehen Sie, das heißt,« ant⸗ wortete Squeers,»es kann ſo ſein, es geſchah alles meinetwegen, weil Sie auch ſchon längſt einen Groll hatten.«

Glauben Sie, wenn ich den nicht gehabt hätte, ſagte Ralph, der ſich keineswegs ſchämte, daran erinnert zu werden,»ich würde Ihnen behülflich geweſen ſein?

Das glaube ich nicht,« antwortete Squeers; vich wünſchte bloß, daß dieſe Sache zwiſchen uns ganz glatt und gleich ſei.«

Wie kann es je anders ſein?« entgegnete Ralph. »Ich gab Geld, um meinen Haß zu ſtillen und Sie nahmen es, um den Ihrigen zu befriedigen. Sie ſind wenigſtens eben ſo geizig als Sie rachſüchtig ſind, und ſo bin ich. Wer ſteht am beſten? Sie, der Sie Geld bekommen und Ihre Nache zu gleicher Zeit mit befrie⸗ digen, in jedem Falle doch das Geld haben, wenn Ihnen die Rache entgehen ſollte, oder ich, der ich bloß gewiß Geld geben muß und höchſtens die nackte Rache gewin⸗ nen kann, ſonſt aber nichts?«