Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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142 Nicolaus Nickleby.

dürftigen Borger zu meinem Vergnügen und meinem Vortheile verwendete! Die Lügenwelt ſagt immer, Män⸗ ner wie ich, wir erlangten unſere Reichthümer durch Verſtellung, Heuchelei und Verrath, durch Schmeichelei, Kriechen und Bücken. Aber wie viele Lügen, welche niedrigen und niederträchtigen Ausflüchte, welches demü⸗ thige Benehmen von Emporkömmlingen, die wäre es nicht des Geldes wegen mich gewiß verächtlich bei Seite drängten, wie ſie es alle Tage mit Leuten

thun, die weit beſſer ſind als ſie, würden mir dieſe

zehntauſend Pfund eingebracht haben! Angenommen, ich hätte ſie verdoppelt, hundert Procent dabei verdient, für jedes Goldſtück ein anderes bekommen, ſo würde doch jedes Goldſtück in dieſem ganzen Haufen zehntau⸗ ſend gemeine und armſelige Lügen vertreten, welche nicht von dem Gelddarleiher, ach nein! ſondern von den Geldborgern geſprochen wurden, von den edelſinni⸗ gen, gedankenloſen, modiſchen Leuten, die um keinen Preis ſo gemein ſein und ein paar Groſchen erſparen können.«

Ralph, der, wie es ſcheint, die Bitterkeit ſeines Ver⸗

druſſes in dieſem andern bittern Gedanken verſtecken wollte, ſchritt dabei fortwährend in dem Zimmer auf

und ab, und ſein Weſen verrieth weniger und weniger Entſchloſſenheit, je mehr ſich ſein Sinn wieder ſeinem Verluſte zuwendete. Endlich ſank er in ſeinen Lehnſtuhl,

faßte die Seiten deſſelben ſo gewaltig, daß ſie knackten, und murmelte zwiſchen den Zähnen:

»Es gab eine Zeit, wo mich nichts ſo erſchüttert ha⸗ ben würde als der Verluſt dieſer großen Summe,

nichts, denn Geburten, Todesfälle, Heirathen und

alle Vorfälle, die die meiſten ſchen intereſſiren, ha⸗ ben für mich kein Intereſſe, es müßts denn Geldverluſt