Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 141

zu gleicher Zeit ausſprachen, ließ der von Angſt gequälte Wucherer allmälig im erſten lauten Schreien nach, bis er zu einem leiſen, verzweifelnden Aechzen gekommen war, in welches ſich nur bisweilen eine Art Geheul miſchte, je nachdem er bei der Unterſuchung der Kaſſe fand, daß dieſe Papiere ihm geblieben, jene dagegen verſchwunden waren. Ohne ſein ſchnelles Fortgehen zu entſchuldigen, entfernte ſich Ralph, täuſchte die draußen noch immer vor dem Hauſe ſtehenden Gaffer durch die Erklärung, daß nichts vorgefallen ſei, ſtieg wieder in den Wagen und ließ ſich nach Hauſe fahren.

Auf ſeinem Tiſche lag ein Brief. Er ließ ihn eine Zeitlang liegen, als habe er den Muth nicht, ihn zu öff⸗ nen; endlich aber that er es doch und er wurde bei dem Leſen leichenblaß.

»Das Schlimmſte iſt geſchehen,« ſagte er,das Haus hat bankerott gemacht. Ich ſehe es, man hat ſchon am vorigen Abend in der City davon geſprochen und jene Kaufleute haben es auch gehört. Ja, ja.«

Er ſchritt in dem Zimmer heftig auf und ab und blieb wieder ſtehen.

»Zehntauſend Pfund! Und ſie lagen nur einen Tag da, einen einzigen Tag! Wie viele angſtvolle Jahre gehörten dazu, wie viele Tage voll Entſagung und welche ſchlafloſe Nächte, ehe ich dieſe zehntauſend Pfund zuſammenbrachte! Zehntauſend Pfund! Wie viele ſtolze geſchminkte Damen würden gelächelt, wie viele verſchwenderiſche Dummköpfe mir in das Geſicht ge⸗ ſchmeichelt und mich im Herzen verwünſcht haben, wäh⸗ rend ich dieſe zehntauſend Pfund in zwanzig verwan⸗ delte! Welche glattzüngigen Reden, freundliche Blicke und artige Briefe würde ich von ihnen erhalten haben, während ich darbte und mich einſchränkte und dieſe be⸗