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Nicolaus Nickleby. 137
verſchiedene Muthmaßungen aus; Einige meinten, ſie werde ſchlafen; Andere äußerten, ſie habe ſich wahr⸗ ſcheinlich verbrannt und noch Andere ſagten, ſie werde ſich betrunken aben. Ein ſehr dicker Mann meinte, ſie habe gewiß etwas eſſen ſehen, das ſie ſo erſchreckt(weil ſie nicht daran gewöhnt ſei), daß ſie in Ohnmacht ge⸗ fallen ſei. Dieſe letztere Andeutung ergötzte die Umſte⸗ henden vorzugsweiſe, denn ſie lachten laut darüber und konnten nur mit Mühe abgehalten werden, die Thüre aufzubrechen, um ſich von der Sache zu über⸗ zeugen. Noch nicht genug; es war ruchbar geworden, daß Arthur Gride dieſen Vormittag würde getraut wer⸗ den. Man erlundigte ſich alſo ſehr angelegentlich nach der Braut, und die Meiſten waren der Meinung, ſie habe ſich verkleidet und ſet die neben Gride im Wagen ſitzende Perſon(Ralph Nickleby). Es erregte großen und lächer⸗ lichen Unwillen, daß eine Braut ſich öffentlich in Stie⸗ feln und Hoſen zeige, und es ließ ſich höhnendes Ge⸗ lächter hören. Endlich erhielten die beiden Wucherer ein Unterkommen in einem Nachbarhauſe. Hier verſchafften ſie ſich eine Leiter, ſtiegen mittelſt derſelben über die Mauer im Hofe, die nicht ſehr hoch war, und gelangten wohlbehalten auf der andern Seite hinunter.
»Ich fürchte mich faſt hineinzugehen,« ſagte Arthur, zu Ralph gewendet, als ſie allein waren.»Wenn ſie ermordet wäre,— wenn ſie mit zerſchlagenem Hirnſchä⸗ del daläge— hel⸗
»Und wenn es nun wäre!« entgegnete Ralph heiſer. „Ich ſage Ihnen, ich wünſche, ſolche Dinge wären häu⸗ figer als ſie ſind und ſie ließen ſich leichter machen. Sie mögen mich anſtarren und ſchaudern,— ich wünſche es.⸗
Dann ging er zu einem Brunnen im Hofe, nahm da einen tüchtigen Schluck Waſſer, beſprützte ſich auch den


