Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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10 Nicolaus Nickleby.

war, um friſche Luft einzulaſſen. Außer zwei Männern, deren jeder eine lange Rolle halbe Kronen mit einigen Goldſtücken darunter vor ſich hatte, und die ihr Geld bei jedem Rollen der Kugel mit geſchäftsgleicher Ruhe

ſetzten, ein Beweis, das ſie daran gewöhnt waren und den ganzen Tag, ja wahrſcheinlich den ganzen vorher⸗ gehenden Tag ſchon geſpielt hatten, zeigte ſich kein auffallender Charakter unter den Spielern, meiſt jungen Leuten, welche offenbar die Neugier herbeigezogen hatte oder die kleine Summen ſetzten, bloß des Spaßes we⸗ gen, ohne ſich ſehr um Gewinn und Verluſt zu küm⸗ mern. Doch waren zwei Perſonen zugegen, die als be⸗ ſonders gute Exemplare der Klaſſe im Vorbeigehen eine Beachtung verdienen.

Einer davon, ein Mann von ſechs⸗ bis achtundfunf⸗ zig Jahren, ſaß auf einem Stuhle an einem der beiden Eingänge der Bude und hatte die Hände auf ſeinem Stocke zuſammengelegt, auf die er dann das Kinn ſtützte. Er war groß und fett, bis an den Hals in einen hellgrünen Rock geknöpft, der ihm ein noch längeres Ausſehen gab, und trug überdies graue Beinkleider und Gamaſchen, ein weißes Halstuch und einen breitkrämpi⸗ gen weißen Hut. Bei all' dem ſummenden Geräuſch des Spieles und dem fortwährend Herein⸗ und Hinausgehen der Leute ſah er vollkommen ruhig und mit ſeinen Ge⸗ danken beſchäftigt aus; in ſeinem Geſichte zeigte ſich. nicht die mindeſte Aufregung. Man bemerkte an ihm keine Abſpannung, und ein gewöhnlicher Beobachter würde geglaubt haben, er nehme an dem Vorgehenden durch⸗ aus keinen Antheil. Er ſaß da fortwährend ruhig und geſammelt. Bisweilen, aber ſehr ſelten, nickte er einem Vorübergehenden zu oder winkte einem Aufwärter, ei⸗ nem Rufe an einem der Tiſche Folge zu leiſten. Im