Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 9

und guter Kleidung noch niederträchtiger ausſehen) ih⸗ ren Antheil an der Sache durch einen gierigen verſtoh⸗ lenen Blick auf alle Neuankommenden verriethen. Ei⸗ nige ſtanden in weitem Kreiſe um einen herumziehenden Taſchenſpieler, dem gegenüber ein lärmendes Muſik⸗ chor ſich aufgeſtellt hatte, während Bauchredner die Zwie⸗ geſpräche mit hölzernen Puppen hielten und wahrſagende Weiber, welche das Schreien kleiner Kinder überſchrien, mit ihnen und mehreren Andern die Aufmerkſamkeit der Geſellſchaft theilten. Die Trinkzelte waren gefüllt, in den Wagen fingen die Gläſer an zu klingen, Körbe wurden ausgepackt, es kamen lockende Eßwaaren zum Vorſchein, Meſſer und Gabeln klapperten, Champagner⸗ ſtöpſel knallten empor, Augen funkelten, die noch kurz vorher matt geweſen waren und die Taſchendiebe über⸗ zählten ihren Gewinn. Die noch vor Kurzem auf einen einzigen Gegenſtand gerichtete Aufmerkſamkeit theilte ſich nun unter Hundert; wohin man auch ſah, überall wurde gegeſſen, getrunken, gelacht, geſchwatzt, gebettelt, ge⸗ ſpielt, geliebt und geſtohlen.

Die Spielbuden lockten durch ihre Pracht an; auf dem Boden waren Teppiche gebreitet, an den Wänden hingen geſtreifte Tapeten, oben auf dem Dache weheten Fahnen und am Eingange ſtanden Geraniumſtöcke und Livréebediente. Da gab es den Fremden⸗Club, den Athenäum⸗Club, den Hampton⸗Club, den St. James⸗ Club und noch ein Dutzend Clubs, in denen geſpielt werden konnte, rouge et noir, Faro, Merveille u. ſ. w.

In einer ſolchen Bude geht unſere Geſchichte weiter.

Es ſtanden darin drei Spieltiſche, und gedrängt um dieſelben Spielende und Zuſehende; deshalb war es ungemein heiß darin, obgleich das Zelt eines der größ⸗

teen auf dem Platze und eine Zeltwand emporgerollt