Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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8 Nicolaus Nickleby.

Luft baden, zu fühlen, daß ſie Kinder ſind und wie Kinder leben; daß, wenn ihre Kiſſen feucht ſind, nicht Thränen, ſondern der Thau des Himmels ſie benetzte; daß die Glieder dieſer Mädchen frei und nicht gewalt⸗ ſam verkrüppelt ſind, daß ſie keine unnatürliche Folter zu erleiden brauchen; daß ſie ihr Leben täglich wenig⸗ ſtens unter wogenden Bäumen verbringen und nicht unter ſchrecklichen Maſchinen, welche die jungen Kinder alt machen, ehe ſie wiſſen, was Kindheit iſt, und ihnen die Kraſtloſigkeit und Schwäche des Alters geben, ohne, wie dieſem, das Vorrecht zu ſterben. Wollte doch Gott, die alten Ammenmährchen wären wahr und die Zigeu⸗ ner ſtählen ſolche Kinder dutzendweiſe!

Das große Rennen des Tages war eben vorüber; die Menſchenmauern an jeder Seite der Bahn löſeten ſich plötzlich auf, zertheilten ſich und gaben dem Schau⸗ platze, der wieder voll geſchäftiger Bewegung war, neues Leben. Einige drängten ſich hin, um das gewinnende Pferd zu ſehen, Andere eilten dahin und dorthin und ſuchten nicht minder eifrig ihre Wagen, die ſie verlaſſen hatten, um einen beſſern Stand ſich zu wählen. Hier ſammelte ſich ein kleiner Knäuel um einen Spieltiſch, um zuzuſehen, wie ein unglücklicher Gimpel gerupft wurde; dort ſuchte ein anderer Spieler mit ſeinen Helfershel⸗ fern in verſchiedener Verkleidung einer mit einer Brille, ein anderer mit einer Lorgnette und einem mo⸗ diſchen Hute, ein dritter als Pächter mit dem Ueberzieh⸗ rocke auf dem Arme und einer ledernen Brieftaſche voll Banknoten, alle mit Reitpeitſchen, um für unſchuldige Landbewohner zu gelten, die zu Pferde angekommen durch lautes und lärmendes Sprechen und verſtelltes Spiel irgend einen unerfahrenen Kunden anzulocken, während die Herren Helfershelfer(die in reiner Wäſche