Teil eines Werkes 
7. Th. (1839)
Entstehung
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Erſtes Kapitel

enthält eine ernſte Kataſtrophr.

Es war das kleine Wettrennen zu Hampton und der Tag ſo klar und heiter als ein Tag nur immer ſein kann; die Sonne ſtand hoch am wolkenloſen Himmel und ſchien in vollem Glanze. Jede bunte Fahne, die in der Luft flatterte aus einem Wagen oder von einer Zeltſpitze, glänzte im hellſten Scheine. Alle ſchmutzige Fahnen wurden wieder neu, verblichenes Gold erhielt neuen Glanz, befleckte und zerriſſene Leinwand ſah ſchneeweiß aus; ſelbſt die Lumpen des Bettlers glichen keinen Lumpen mehr, und das Gefühl vergaß in der eifrigen Bewunderung der ſo maleriſchen Armuth ganz und gar das Mitleid.

Es war eine jener lebenvollen Scenen in dem fri⸗ ſcheſten und heiterſten Augenblicke, die faſt immer gefal⸗ len müſſen, denn iſt das Auge von Pomp und Glanz und das Ohr von dem unaufhörlichen Geräuſche umher ermüdet, ſo kann das erſte ausruhen und ſich nach jeder Richtung hin auf glückliche erwartungsvolle Geſichter wenden und das zweite die betäubenden Töne bei denen der Luſt und Freude vergeſſen. Selbſt die von der Sonne verbrannten Zigeunerkinder, wenn ſie auch halb nackt ſind, gewähren ein wenig Vergnügen. Es iſt eine Freude, zu ſehen, daß ſie ſich jeden Tag in Licht und

Nicolaus Rickleby. VII. 1