Nicolaus Nickleby. 11
nächſten Augenblicke verſank er wieder in ſeinen frühern Zuſtand. Er hätte können ein völlig tauber Mann ſein, der hereingekommen, um auszuruhen; er konnte auf einen Freund warten, ohne ſich um irgend Jemand ſonſt zu bekümmern; ja er konnte ohnmächtig ſein oder die Wirkung von Opium ſpüren. Die Leute dreheten ſich um und ſahen ihn an; er machte keine Geberde, erwie⸗ derte Niemandes Blick, ließ ſie gehen und Andere fol⸗ gen und nahm keine Notiz. Wann er ſich bewegte, ſchien es ein Wunder zu ſein, wie etwas dies hatte be⸗ wirken können. Und ſo war es wirklich. Aber kein Geſicht kam herein oder ging hinaus, ohne daß der Mann es bemerkte; keine Geberde einer Perſon an den drei Tiſchen entging ihm; jedes Wort, das einer der Bankhalter ſprach, hörte er; er ſah, wer verlor und ge⸗ wann,— er war der Eigenthümer der Bude.
Der andere führte den Vorſitz an der rouge-et-noir- Tafel. Er war vielleicht um zehn Jahre jünger, ein feiſter, dickbauchiger, handfeſter Mann mit einer etwas eingezogenen Unterlippe— von der Gewohnheit, bei ſich das Geld zu zählen, indem er es auszahlte— aber ohne einen entſchieden ſchlechten Ausdruck im Geſichte, das vielmehr eher ehrlich und jovial ausſah. Er hatte den Rock ausgezogen, weil es ſehr warm war, ſtand hinter der Tafel und hatte einen anſehnlichen Haufen von ganzen und halben Kronen ſo wie ein Käſtchen zu den Banknoten vor ſich. Dieſes Spiel wurde nicht aus⸗ geſetzt. Vielleicht zwanzig Perſonen ſetzten auf einmal. Der Mann hatte nur die Kugel zu rollen, zu ſehen, was geſetzt wurde, das Geld von der Farbe einzuſtrei⸗ chen, welche verlor, jene auszuzahlen, welche gewonnen, alles dies ſo ſchnell als möglich zu thun, die Kugel wie⸗ der zu rollen und die Leute zum Setzen anzufeuern. Er
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