Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 11

entgegnete der junge Mann, ſo werde ich Dir den Kopf unter den Weingläſern dort hinter Dir zerſchlagen.

Jetzt beſchwor ein Aufwärter, der ſich die Hände in großer Freude über den Auftritt gerieben hatte, ſo lange es ſich bloß von Hirnſchädeleinſchlagen handelte, die Zu⸗ ſchauer in vollem Ernſte, die Polizei zu holen, und er⸗ klärte, es komme ſonſt noch gewiß zu Mord und Todt⸗ ſchlag, und er ſei für alle Gläſer da verantwortlich.

»Es braucht ſich Niemand zu bemühen,« ſagte der junge Mann,»ich werde die ganze Nacht hier im Hauſe bleiben und man wird mich morgen früh da finden, wenn man mich vor Gericht laden will.«

»Warum ſchlugen Sie ihn denn?« fragte einer der Zuſchauer.

»Ja, warum ſchlugen Sie ihn?« ſtimmten die An⸗ dern ein.

Der junge Mann ſah ſich kaltblütig um, wendete ſich an Nicolaus und ſagte:

»Sie fragten eben, was es hier gäbe. Die Sache iſt einfach die. Jener Menſch, der mit einem Freunde hier in dem Kaffeehauſe trank, als ich eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen dahin kam(ich bin nämlich eben von einer Reiſe zurückgekommen und zog vor, die Nacht lie⸗ ber hier zu bleiben, als ſo ſpät nach Hauſe zu gehen, wo ich erſt morgen erwartet werde), ſprach in ſehr un⸗ ehrerbietigen und unverſchämt vertraulichen Ausdrücken von einem jungen Mädchen, das ich aus ſeiner Beſchrei⸗ bung und andern Umſtänden erkannte und das ich zu kennen die Ehre habe. Da er ſo laut ſprach, daß es wohl auch die andern Gäſte hören konnten, welche zuge⸗ gen waren, ſo machte ich ihm ſehr artig bemerklich, er irre in ſeinen Vermuthungen, die übrigens beleidigend wären, und erſuchte ihn, ſeine Zunge im Zaume zu