12 Nicolaus Nickleby.
halten. Eine kurze Zeit that er es, da er aber, als er
8 fortging, ſeine Rede von neuem aufnahm und zwar auf eine noch beleidigendere Weiſe als vorher, ſo konnte ich mich nicht enthalten, ihm nachzugehen und ſeine Entfer⸗ nung durch einen Fußtritt zu beſchleunigen, welcher ihn in die Lage verſetzte, in der Sie ihn eben ſahen. Ich weiß am beſten, was ich thue,« fuhr der junge Mann fort, deſſen Hitze ſich offenbar noch nicht völlig gelegt hatte;»will Jemand dieſen Streit aufnehmen, ſo habe ich nicht das mindeſte von der Welt dagegen.⸗
Nicolaus hielt in ſeiner damaligen Stimmung dieſes Verfahren unter den erzählten Umſtänden für das aller⸗ lobenswertheſte. Wenige Gegenſtände des Streites würden in dieſem Augenblicke einen mächtigern Ein⸗ druck auf ſein Herz gemacht haben, und jedenfalls hätte er eben ſo gehandelt, wenn ein muthwilliger Schwätzer gewagt, in ſeiner Gegenwart verächtlich von der Unbe⸗ kannten zu ſprechen, die ſeine Gedanken ſo ausſchließlich beſchäftigte. In Folge dieſer Betrachtungen machte er dem Streit des jungen Mannes mit vieler Wärme zu den ſeinigen, behauptete, derſelbe habe ganz recht ge⸗ handelt und er achte ihn darum hoch, was John Brow⸗ die(dem das Verdienſtliche jedoch nicht ganz ſo klar war) ebenfalls ſogleich betheuerte, und zwar mit nicht minder großer Heftigkeit.
»Er mag ſich nur in Acht nehmen, weiter ſage ich nichts,« meinte der Geſchlagene, der von einem Aufwär⸗ ter nach dem Falle auf die ſtaubigen Dielen abgebürſtet wurde.»Er hat mich nicht umſonſt dahin geworfen, das kann ich ihm ſagen. Es wär' doch eine ſchöne Sache, wenn man ein hübſches Mädchen nicht bewundern dürfte ohne dafür geprügelt zu werden.«
Dieſe Bemerkung ſchien dem Mädchen am Schenk⸗


