Teil eines Werkes 
6. Th. (1839)
Entstehung
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Nieolaus Nickleby. 9

mochte und nachdem er die erwähnten Drohungen und Ausdrücke herausgeſchleudert hatte, in ſeinem Zorne ſelbſt noch weiter gegangen zu ſein ſchien, denn ſeine Füße hatten keine andere Bedeckung als Strümpfe, während ein Paar Pantoffeln nicht weit von dem Kopfe einer in der entgegengeſetzten Ecke liegenden Figur lag, die ver⸗ mittelſt eines Fußtrittes an ihren gegenwärtigen Aufent⸗ haltsort geſchleudert worden zu ſein und die Ehre ge⸗ habt zu haben ſchien, daß ihr die Pantoffeln um die Ohren geſchlagen wurden.

Die Gäſte aus dem Kaffeezimmer, die Aufwärter, die Kutſcher und Arbeiter ein Schenkmädchen gar nicht zu erwähnen, die hinter einem offenen Schiebfenſter zu⸗ ſah ſchienen in dieſem Augenblicke, wenn man nach ihrem Winken, ihrem Nicken und ihren halbunterdrückten Ausrufungen ſchließen durfte, große Luſt zu haben, gegen den jungen Mann in den Strümpfen Partei zu ergreifen. Als Nicolaus dies bemerkte, ſowie, daß der junge Mann ſo ziemlich von ſeinem eigenen Alter war, und keineswegs ein gewöhnlicher Krakeeler zu ſein ſchien, fühlte er ſich, wie es jungen Leuten bisweilen ergeht, ſtark verſucht, ſich auf die Seite der ſchwächeren Partei zu ſchlagen, drängte ſie deshalb ſogleich in die Mitte der Gruppe und fragte in einem vielleicht pathetiſcheren Tone, als die Umſtände gerade nöthig machten, was die Urſache all' dieſes Lärmes ſei.

»Hallo!« rief einer der Männer aus dem Hofe,»da kommt ein Verkleideter!«.

»Platz für den älteſten Sohn des Kaiſers aller Reußen, meine Herren!« rief ein Anderer.

Ohne auf dieſe Ausfälle und Sticheleien zu achten, die ungemein gut aufgenommen worden, wie es mit Sti⸗ cheleien auf die am beſten gekleideten Perſonen in einem