8 Nicolaus Nickleby.
benden Verſammlungen und dergleichen), in ein grellen⸗ des und murmelndes Gezänk überzugehen, jeden Augenblick noch mehr zu, und obgleich er nur von einem einzigen Lungenpaare gemacht zu werden ſchien, ſo war dieſes eine Paar doch ein ſo gewaltiges, und wiederholte Worte wie»Schuft,«»Schurke,«»unverſchämter Kerl« und viele andere für die Perſon, welcher ſie galten, nicht minder ſchmeichelhafte Ausdrücke, mit ſo großem Wohlgefallen und ſo ſtarker Betonung, daß ein Dutzend Stimmen, die ſich unter gewöhnlichen Umſtänden zu gleicher Zeit ver⸗ nehmen laſſen, weit weniger Lärm gemacht und weit ge⸗ ringere Beſtürzung erregt haben würden.
»Was giebt es?« fragte Nicolaus, der nach der Thür eilte.
John Browdie ſchritt in eben der Richtung hin, als Madame Browdie blaß wurde, ſich auf ihrem Stuhle zurücklehnte und ihn mit ſchwacher Stimme zu bemerken bat, wenn er ſich irgend einer Gefahr ausſetze, würde ſie unfehlbar und augenblicklich Krämpfe bekommen und die Folgen davon könnten ernſthafter ſein, als er ſich jetzt einbilde. John machte nach dieſer Andeutung ein ziem⸗ lich langes Geſicht, obgleich ſich darauf zu gleicher Zeit ein heimliſches Lächeln zeigte; nahm, da er unmöglich von dem Schauplatze fern bleiben konnte, den Arm ſeiner Frau unter den ſeinigen, und folgte ſo in ihrer Beglei⸗ tung ſo ſchnell als möglich Nicolaus die Treppe hin⸗ unter.
Der Schauplatz des Lärmes war der Gang außen vor dem Kaffeezimmer, und dahin hatten ſich die Gäſte aus dem Kaffeezimmer, ſowie die Aufwärter nebſt zwei oder drei Kutſchern und Andern aus dem Hofe gedrängt und zwar um einen jungen Mann, der ſeinem Ausſehen nach ein oder ein paar Jahr älter als Nicolaus ſein


