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Nicolaus Nickleby. 135
»Wie ein Frauenzimmer,“« antwortete John.
»Wir ſprachen von Mademoiſelle Squeers,« ſagte Nicolaus,»um den flitterwochentlichen vertraulichen Zärt⸗ lichkeiten ein Ende zu machen, die zwiſchen Herrn und Madame Browdie begannen, und die Lage einer dritten Perſon ziemlich unangenehm und läſtig machten.
„Ach ja,« entgegnete Madame Browdie,»John that es, John beſtimmte heute Abend, weil ſie da zu ihrem Vater gehen und den Thee dort trinken wollte. Damit wir nun ganz ſicher allein unter uns wären, verſprach er, dahin zu kommen und ſie nach Hauſe zu holen.«
»Das iſt ſehr gut eingerichtet,« ſagte Nicolaus,»ob es mir gleich Leid thut, daß ich Ihnen ſo viele Mühe verurſache.«
„Nicht im Geringſten,« entgegnete Madame Browdie, »denn wir ſehnten uns— John und ich— Sie zu ſe⸗ hen, und wir freueten uns auf das Vergnügen. Wiſſen Sie, Herr Nickleby,« ſagte Madame Browdie mit ihrem ſchalkhafteſten Lächeln, vdaß Fanny Squeers wirklich in Sie verliebt war?«
»Ich bin ihr ſehr verbunden,« ſagte Nicolaus, vaber auf mein Wort! es kam mir nie in den Sinn, einen Eindruck auf ihr jungfräuliches Herz zu machen.«
»Was Sie da ſagen,« kicherte Madame Browdie. »Wiſſen Sie jetzt im Ernſte und ohne allen Scherz,— daß mir Fanny ſelbſt zu verſtehen gab, Sie hätten ihr Liebesanträge gemacht und Sie würden Beide nächſtens förmlich verlobt werden?«
„»Gab man Ihnen zu verſtehen, Madame— wirk⸗ lich—« rief eine gellende weibliche Stimme,„gab man Ihnen zu verſtehen, daß ich mit einem Mörder und Diebe verlobt werden würde, der das Blut meines Va⸗ ters vergoß? Glauben— Glauben Sie, Madame, daß


