Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 133

Du würdeſt beſſer thun, wenn Du mich nicht böſe machteſt, ſagte der Schulmeiſter nach einiger Zeit. Ich zerbreche Dir jeden Knochen am Leibe, Smike, ſagte er wieder nach einer Weile. Mit einem Male rief er nach Licht, und als das kam, was für ein Holterpolter ent⸗ ſtand da! Was giebt's denn? fragte ich.'Er iſt fort! ſagte er, wie verrückt vor Wuth.Haben Sie nichts gehört? O ja, ſagte ich, ich hörte vor gar nicht langer Zeit die Hausthüre zumachen. Ich hörte Je⸗ manden dahinwärts laufen und ich wies dabei gerade nach der entgegengeſetzten SeiteHülfe! rief er. Ich will helfen, ſagte ich, und fort liefen wir auf dem falſchen Wege hin. Ha! ha! hal«

»Gingen Sie weit?« fragte Nicolaus.

»Weit!« antwortete John.»Ich ließ ihn in einer Viertelſtunde ſich wie die Beine weglaufen. Du hätteſt omal den Schulmeiſter ſehen ſollen, ohne Hut, wie er bis an die Kniee in Dreck und Waſſer watete, über Zäune ſtolperte, in Gräben fiel, dazu ſchrie wie toll, mit ſeinem einen Auge immer nach dem Jungen ſtierte, wie ſeine Rockſchöße hintenausflogen und der ganze Mann von

unten bis oben beſpritzt war; ich dachte, ich müßte

umfallen und ſterben vor Lachen.«

John lachte bei der bloßen Erinnerung daran ſo herz⸗ haft, daß er ſeine Frau und Nicolaus anſteckte, und alle drei ſo heftig und ſo lange lachten, bis ſie nicht mehr lachen konnten.

»'s iſt ein ſchlechter Kerl,« ſagte John, indem er ſich die Augen wiſchte, vein ſchlechter Kerl, der Schulmeiſter.«

»Ich ſehe ihn nicht gern an,« ſetzte ſeine Frau hinzu.

»Sei ſtill,« ſagte John,»wenn Du nicht wareſt, kenn⸗ ten wir ihn gar nicht. Du haſt ihn zuerſt gekannt Tildchen.« 3