Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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132 Nicolaus Nickleby.

wickeln; ich kann Ihnen nicht ſagen, wie dankbar ich Ihnen dafür bin, wie dankbar er nebſt Andern iſt, die Sie nicht kennen, daß Sie ſich ſeiner erbarmten.«

Wahrhaftig!« entgegnete John Browdie, indem er mit ſeinem Stuhle näher rückte,»ich kann Ihnen nicht ſagen, wie dankbar manche Leute, die wir kennen, eben⸗ falls ſein würden, wenn ſie wüßten, daß ich mich ſeiner erbarmte.«

»Ach, was ich dieſen Abend ausgeſtanden habe!« rief Madame Broydie.

»War man geneigt, Ihnen Schuld zu geben, Sie wären ihm bei der Flucht behülflich geweſen?« fragte Nicolaus den John Browdie.

Nicht im geringſten,« entgegnete der Yorkſhirer, in⸗ dem er ſeinen Mund von einem Ohre bis zum andern ausdehnte.»Ich lag gemächlich auf dem Bette des Schulmeiſters noch lange, als es ſchon finſter war und es kam Niemand dahin. Nun, dachte ich, jetzt muß er einen guten Vorſprung haben, und wenn er noch nicht nach Hauſe iſt, kommt er ſein Lebtagelang nicht hin; Ihr könnt alſo kommen, Ihr werdet mich bereit finden, daß heißt, verſtehen Sie mich, der Schulmeiſter mochte immerhin kommen.

»Ich verſtehe,« ſagte Nicolaus.

Und richtig,« fuhr John fort, ver kam. Ich hörte, wie man unten die Thüre zumachte und wie Jemand ſich im Finſtern heraufarbeitete. Nur langſam voran! dacht' ich bei mir ſelbſt, nimm Dir Zeit, Mann, übereil' Dich nicht. Er kam an die Thüre, drehete den Schlüſſel um, rund herum, weil ja kein Schloß mehr an der Thür inwendig war und rief: Heda! Ja, dacht' ich, Du kannſt noch lange ſo ſchreien, es wird Niemand hö⸗ ren. Holla! Heda! rief er wieder und horchte dann.