Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 131

Pflaumen⸗Männchen etwas liegt, da ich einen ſo hübſchen Mann wie Dich habe, der mir Geſellſchaft leiſtet? ſagte ſie. Ha! ha! ha! Gebackenes⸗Pflaumen⸗Männchen ſagte ſie!Wenn's ſo iſt, ſagte ich,'ſo mag's hingehen. Hal ha! hal«

Nicolaus lachte herzlich über dieſe Geſchichte, da er der Madame Browdie das Erröthen erſparen wollte, de⸗ ren Gegenbetheuerungen von dem lauten Gelächter ihres Mannes übertäubt wurden. Sie beruhigte ſich jedoch bald, als ſie ſah, daß er nichts übelnahm, und lachte, ob ſie gleich die Beſchuldigung noch immer läugnete, ſo herzlich darüber, daß Nicolaus die Genugthuung hatte und die Ueberzeugung gewann, ſie ſei in der Hauptſache vollkommen richtig.

»Es iſt das Zweitemal,« ſagte Nicolaus,»daß wir mit einander eſſen, und erſt das Drittemal, daß wir ein⸗ ander ſehen, gleichwohl iſt es mir, als befände ich mich unter alten Freunden.«

»Ja, bemerkte der Yorkſhirer,das ſage ich auch.«

»Mir iſt es wirklich auch ganz ſo,« ſetzte die junge Frau hinzu.

»Ich habe aber auch den beſten Grund zu dieſem Ge⸗ fühle,« ſagte Nicolaus,»denn ohne Ihre Gutmüthigkeit, lieber Freund, die ich weder ein Recht noch einen Grund hatte zu erwarten, wer weiß, was aus mir geworden wäre oder wo ich mich jetzt befände.«

»Rede von etwas Anderem,« antwortete John ver⸗ drießlich,»und mach' mich nicht ärgerlich.«

»Es muß ein neues Lied nach der alten Melodie ſein,« ſagte Nicolaus.»Ich ſchrieb in meinem Briefe, wie dankbar ich Ihre Theilnahme für den armen Bur⸗ ſchen fühlte und bewunderte, den Sie auf die Gefahr hin befreieten, ſich ſelbſt in Unannehmlichkeiten zu ver⸗