Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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124 Nicolaus Nickleby.

verſchwand er ſehr raſch, als würde er an den Füßen hinuntergezogen.

Käthchen, die nun erſt wieder frei aufathmete, drehete ſich um und wollte ihrer Mutter eiwas ſagen, als die ſchmutzigen Hände wieder ſichtbar wurden, denen unmit⸗ telbar darauf ein dicker kleiner Mann folgte, welcher auf den Stufen heraufſtieg, auf denen vorher der wunderliche Nachbar geſtanden hatte.

»Ich bitte die Damen um Verzeihung,« ſagte der Mann mit grinſendem Lächeln, während er an ſeinen Hut griff.»Hat er Einer von Ihnen Liebesanträge ge⸗ macht?«

»Ja,« antwortete Käthchen.

»Ach!« entgegnete der Mann, der ſein Taſchentuch aus dem Hute nahm und damit ſein Geſicht abwiſchte, das thut er immer, müſſen Sie wiſſen. Nichts hindert ihn, den Verliebten zu ſpielen.«

»Ich brauche wohl gar nicht zu fragen, ob es bei ihm nicht recht richtig iſt,« ſagte Käthchen.

»Allerdings nicht,« antwortete der Mann, indem er in ſeinen Hut hineinſah, ſein Taſchentuch hineinwarf und ihn wieder aufſetzte, ves iſt klar, daß er verrückt iſt.«

»Iſt er es ſchon lange geweſen?« fragte Käthchen.

»Schon ziemlich lange.«

»Und iſt nicht zu hoffen, daß er geheilt werde?« fragte Käthchen mitleidig.

»Nein, er verdient es auch nicht,« antwortete der Mann.»Er iſt viel angenehmer verrückt, als er es bei Verſtande war. Er war der grauſamſte, boshafteſte und abſcheulichſte alte Mann, der jemals Athem geholt hat.«

»Wirklich?« fragte Käthchen.

»Bei St. Georg!« erwiederte der Wärter des Ver⸗ rückten, indem er ſo bedeutend den Kopf ſchüttelte, daß