Teil eines Werkes 
5. Th. (1839)
Entstehung
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reien

Nicolaus Nickleby. 123

Während er noch den letzten Ton aushielt und ihn mit einer langen Cadenz ausſchmückte, ſah man eine ſchmutzige Hand ſchnell und vorſichtig an dem Mauerande hingleiten, als wolle ſie eine Fliege haſchen, dann aber außerordentlich gewandt einen Fuß des Alten ergreifen. Als dies geſchehen war, erſchien auch die zweite dazu gehörige Hand und faßte den andern Fuß.

Der Alte, der ſich ſo gefeſſelt ſah, hob die Beine ein paarmal ungeſchickt empor, als wären ſie plumpe und unvollkommene Stücke einer Maſchine, ſah dann von der Mauer in ſeinen Garten hinunter und brach in ein lau⸗ tes Gelächter aus.

Sind Sie es, he?« fragte der alte Herr.

Ja, ich bin es,« antwortete eine rauhe Stimme.

Wie beſindet ſich der Kaiſer der Tatarei?« fragte der alte Herr weiter.

»Ganz wie gewöhnlich,« lautete die Antwort;nicht beſſer und nicht ſchlechter.«

»Und der junge Prinz von China?« fuhr der alte Herr mit großer Theilnahme fort.»Hat er ſich mit ſei⸗ nem Schwiegervater, dem großen Kartoffelhändler, aus⸗ geſöhnt?«

Rein,« antwortete die rauhe Stimme,»auch ſagte er, er werde ſich nie mit demſelben verſöhnen.

»Wenn das der Fall iſt,« bemerkte der Alte,»ſo werde ich wohl beſſer thun, ich komme hinunter.«

»Allerdings,« ſagte der Mann auf der andern Seite, das iſt meine Meinung auch.« 3

Eine Hand wurde darauf vorſichtig von dem Fuße losgelaſſen, und der alte Herr ließ ſich in eine ſitzende Stellung nieder, während er ſich umſah, Madame Nickleby anlächelte und Verbeugungen gegen ſie machte. Darauf

Nicolaus Nickleby. V. 9