Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 175

wir in der Kürze anführen, daß Herr Timotheus Linkin⸗ water pünktlich zu der angegebenen Stunde ſich einfand und, ſo ſonderbar es auch war, und ſo eifrig er auch über die richtige Anwendung zu großer Gutherzigkeit ſei⸗ ner Prinzipale wachen mußte, einen für Nicolaus ſehr günſtig lautenden Bericht erſtattete. Nicolaus wurde in Folge davon am nächſten Tage in das Comptoir der Gebrüder Cheeryble eingeführt. Sein Salair ſollte ſich für den Anfang auf 800 Thaler belaufen.

»Und ich dächte, lieber Bruder,« ſagte ſein erſter Freund,»wenn wir ihnen nun das Häuschen unten ein⸗ räumten, das jetzt leer ſteht, vielleicht etwas unter dem gewöhnlichen Miethzinſe? Was meinſt Du, Bru⸗ der Eduard?«

»Ich denke, wir laſſen es ihnen ganz umſonſt,« ſagte Bruder Eduard.»Wir ſind reich und müſſen uns ſchä⸗ men, wenn wir Miethzins unter ſolchen Umſtänden an⸗ nehmen. Wo iſt Timotheus Linkinwater? Umſonſt, lieber Bruder, umſonſt.«

»Vielleicht wäre es doch beſſer, wenn wir etwas nehmen, Bruder Eduard,« entgegnete der Andere ſanft; es wird dazu dienen, ſie mäßig und ſparſam zu erhal⸗ ten, ſiehſt Du, und überdies das drückende Gefühl gro⸗ ßer Dankbarkeit entfernen. Wir wollen 50 oder 60 Tha⸗ ler nehmen und wenn ſie dies Geld pünktlich bezahlen, ihawaſſelbe auf andere Weiſe wieder einbringen. Ich dagegen einen kleinen Vorſchuß geben, da⸗ mit ſie ſich einrichten können; auch Du könnteſt ganz in Geheim einen ſolchen kleinen Vorſchuß ma⸗ chen, Bruder Eduard, und wenn wir ſehen, daß es gut mit ihnen geht, wie es gewiß gehen wird, wir haben ſicherlich nichts zu befürchten, können wir die Vorſchüſſe