174 Nicolaus Nickleby.
ſere Gewalt zu gebrauchen. Wir zanken uns mit ihm, Bruder Karl.«
„»Wir zanken uns, ja gewiß wir zanken uns mit dem alten Timotheus Linkinwater,« ſagte der Andere.»Aber unterdeß halten wir unſern jungen Freund da auf, und ſeine arme Mutter und Schweſter werden ängſtlich auf ihn warten. Wir wollen vor der Hand Abſchied von ihm nehmen und da— da— nehmen Sie dies Käſt⸗ chen, lieber Herr,— kein Wort weiter! Achten Sie auf die Gäßchen und—«
Mit vielen zuſammenhangsloſen Wörtern, die Nico⸗ laus hindern ſollten, ſeinen Dank auszuſprechen, beglei⸗ teten die Brüder ihn hinaus, drückten ihm unterwegs mehrmals die Hand und ſtellten ſich ganz vergebens— ſie hatten es in der Täuſchung nicht weit gebracht— als ahneten und merkten ſie von den Gefühlen nichts, die ihn ganz überwältigten.
Das Herz des jungen Nickleby war zu voll, als daß er hätte auf die Straße treten können, ehe er ſich in et⸗ was wieder beruhiget. Als er endlich aus der dunkeln Ecke des Thorweges hervortrat, in welcher er hatte ſte⸗ hen bleiben müſſen, erblickte er die beiden Brüder, die an einer Ecke des Comptoirfenſters hineinſchielten. Of⸗ fenbar waren ſie noch nicht mit ſich einig, ob ſie ihren letzten Angriff auf den alten Buchhalter erneuern, oder für jetzt die Fortſetzung der Belagerung deſſelben unter⸗ laſſen ſollten.
Es liegt nicht in dem Plane unſeres Werkes, die Freude und Verwunderung zu beſchreiben, welche die eben erzählten Umſtände in dem Hauſe des Fräuleins La Creevy hervorbrachten, oder Alles zu erwähnen, was in Folge davon gethan, geſagt, gedacht, erwartet, ge⸗ hofft und prophezeiet wurde. Es wird hinreichen, wenn


