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Nicolaus Nickleby.
in Geſchenke verwandeln,— vorſichtig natürlich, Bruder Eduard, und allmälig. Was ſagſt Du dazu?«
Bruder Eduard gab ſeine Hand darauf und ſagte nicht bloß, es ſolle ſo geſchehen, ſondern that auch dar⸗ nach. In derſelben Woche nahm auch Nicolaus Beſitz von dem leeren Comptoirſtuhle, wie Madame Nickleby und Käthchen von dem kleinen Hauſe. Alles war Freude und Hoffnung.
Sicherlich hat es noch keine an Entdeckungen und Ueberraſchungen ſo reiche Woche gegeben, als dieſe erſte in dem kleinen Hauſe. Jeden Abend, wenn Nicolaus nach Hauſe kam, war etwas Neues ausfindig gemacht worden. Den einen Tag war es ein Weinſtock, den an⸗ dern ein Keſſel und ſo fort durch hunderterlei Dinge. Dann wurde das Wohnzimmer mit einem Muslinvor⸗ hange geſchmückt und durch Jalouſten ganz elegant ge⸗ macht. Sie vernachläſſigten durchaus keine Verbeſſerun⸗ gen, die möglicherweiſe anzubringen waren. Dann kam Fräulein La Creevy in einem Omnibus an, um ein paar Tage dazubleiben und zu helfen. Sie lief geſchäftig in dem ganzen Hauſe umher, ordnete Dies und ordnete Jenes, ſteckte da etwas feſt und hämmerte dort;— wäh⸗ rend Madame Nickleby fortwährend ſprach, und dann und wann etwas that aber nicht oft, Käthchen dagegen ſtill und geräuſchlos überall thätig war und Gefallen an Allem fand. Smike arbeitete in dem Garten, daß der⸗
ſelbe ein ganz freundliches Ausſehen erhielt, un f 9.
laus half überall und ſprach Allen Ermuthigun Der Friede und die Heiterkeit waren ſo wieder in die arme Familie zurückgekehrt, und alle Glieder derſelben erquickten ſich daran nach den überſtandenen Leiden um ſo mehr. Der reiche Nickleby dagegen war allein und elend. Ende des vierten Theiles.


