170 Nicolaus Nickleby.
Schweſter eine Penſion geben und für die Familie ein kleines Grab kauften, als ſein armer Bruder ſtarb.«
»Nein, nein, nein,« antwortete der Andere;»gewiß nicht, nicht zur Hälfte, nicht zur Hälfte.«
»Wenn wir dem Timotheus die Arbeit erleichtern könnten,« ſagte der alte Herr,»und ihn vermöchten, dann und wann auf's Land zu gehen und überdies in der fri⸗ ſchen reinen Luft zu ſchlafen, vielleicht zwei⸗ oder dreimal in der Woche(was er könnte, wenn er früh eine Stunde ſpäter in das Geſchäft käme), würde der alte Timotheus Linkinwater mit der Zeit wieder jung werden, und er iſt drei volle Jahre älter als wir. Der alte Timotheus Linkinwater wieder jung! He, Bruder Eduard, he? Ich kann mich erinnern, daß der alte Timotheus noch ein ganz kleiner Junge war. Hal hal ha! Der arme Ti⸗ motheus! Der arme Timotheus!«
Und die alten Herren lachten herzlich mit einander, während jedem eine Thräne der Achtung für den alten Timotheus im Auge ſtand.
»Erſt höre aber das,— erſt höre das, Bruder Eduard,« ſagte der alte Herr raſch, indem er zwei Stühle zuſam⸗ menrückte, einen zur Rechten, den andern zur Linken von Nicolaus.»Ich will Dir es ſelbſt erzählen, Bruder Eduard, weil der junge Mann da beſcheiden iſt und et⸗ was Tüchtiges gelernt hat, es alſo nicht Recht ſein würde, ſollte er uns ſeiner Geſchichte noch einmal ſelbſt erzählen, als ſei er ein Rettler oder als glaubten wir ihm nicht. Nein, nein, nein.⸗
„»Nein, nein, nein,« entgegnete der Andere, der gra⸗ vitätiſch mit dem Kopfe nickte.»Ganz richtig, Bruder Karl, ganz richtig.«
»Er wird es berichtigen, wenn ich falſch erzähle oder ein Verſehen mache,« ſagte der Freund des jungen Nickleby.


