Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
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Sie finden immer ein Meſſer und eine Gabel und ein freundliches Willkommen. Da iſt die Anweiſung! Durch ein Zuckerfaß erſchlagen und ſechs arme Kinder, Du lie⸗ ber Gottla.

In dieſer Weiſe ſprach er ſo ſchnell, als ihm mög⸗ lich war, um alle freundſchaftlichen Vorſtellungen des Einſammlers gegen das zu große Geſchenk zu verhin⸗ dern, und führte dann Nicolaus, der durch das, was er in ſo kurzer Zeit geſehen und gehört hatte, ebenſo über⸗ raſcht als gerührt war, an die halbgeöffnete Thür eines andern Comptoirs.

»Bruder Eduard,« ſagte Herr Cheeryble, indem er anklopfte und ſich bückte, um zu horchen,»biſt Du ſehr beſchäftigt oder haſt Du Zeit zu einem paar Worten für mich?«

»Bruder Karl,« antwortete eine Stimme von Innen, die im Tone derjenigen, welche eben geſprochen hatte, ſo glich, daß Nicolaus erſchrak und faſt glaubte, es ſei die⸗ ſelbe.»Frage nicht ſo, ſondern komm' herein.«

Sie traten alſo ein. Wie groß war aber die Ueber⸗ raſchung des jungen Nickleby, als ſein Führer herzlich einen andern alten Herrn begrüßte, der jenem ſo ähn⸗ lich ſah, wie ein Ei dem andern, daſſelbe Geſicht, dieſelbe Figur, derſelbe Rock, dieſelbe Weſte, daſſelbe Halstuch, dieſelben Beinkleider und Gamaſchen, ja der⸗ ſelbe weiße Hut an der Wand.

Als ſie einander die Hand drückten, ſtrahlte aus dem Geſichte eines Jeden zärtliche Liebe, die bei Kindern ein höchſt erfreulicher Anblick geweſen ſein würde, bei ſo al⸗ ten Männern aber unbeſchreiblich rührend war, und Nicolaus konnte bemerken, daß der letztere alte Herr et⸗ was ſtärker ſei, als der Bruder; dies und ein klein we⸗ nig mehr Schwerfälligkeit im Gange und in der Hal⸗

Nicolaus Nickleby.