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Nicolaus Nickleby. 11
ſtänden. Und welcher Triumph war das, denn jetzt konnte doch kein vernünftiger Menſch mehr daran zwei⸗ feln. Waren dieſe ſchmeichelhaften Aufmerkſamkeiten noch kein hinreichender Beweis, ſo hatte ja Sir Mul⸗ berry's Freund das Geheimniß in mehreren Worten deut⸗ lich genug verrathen.»Ich bin ganz verliebt in dieſen lieben Herrn Pluck, ja wahrhaftig ganz verliebt,« ſagte Madame Nickleby.
Aber bei allem dieſen großen Glücke ſehlte doch eine große Unannehmlichkeit nicht,— ſie hatte Niemanden, dem ſie daſſelbe mittheilen konnte. Ein oder ein Paar⸗ mal hatte ſie ſich faſt entſchloſſen, geraden Weges zu dem Fräulein La Creevy zu gehen und derſelben Alles zu erzählen.»Ich kann es aber doch nicht thun,« ſagte ſie dann wieder zu ſich ſelbſt;»ſie iſt zwar eine recht achtungswerthe Perſon, ſie ſteht aber doch wohl zu tief unter dem Range Sir Mulberry's, als daß wir noch weiter mit ihr umgehen könnten. Das arme Dingl⸗ In Berückſichtigung dieſes wichtigen Grundes verwarf ſie alſo den Gedanken, die kleine Portraitmalerin in ihr Geheimniß zu ziehen, und begnügte ſich, gegen die Magd von verſchiedenen Hoffnungen in unbeſtimmten Andeu⸗ tungen zu ſprechen, die von jener mit großer Verwun⸗ derung und Ehrfurcht angehört wurden.
Pünktlich zur beſtimmten Zeit kam der verſprochene Wagen, nicht etwa eine Miethkutſche, ſondern Privat⸗ equipage mit einem Bedienten hinten, deſſen Beine, wenn ſie auch für ſeinen Körper etwas zu groß waren, als abſtrakte Beine als Muſter in der königlichen Aka⸗ demie hätten aufgeſtellt werden können. Es war eine wahre Freude, das Geräuſch und den Lärm zu hören, womit er den Kutſchenſchlag aufriß, zuwarf und hinten aufſprang, als Madame Nickleby in dem Wagen ſaß,


