Teil eines Werkes 
4. Th. (1839)
Entstehung
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2 Nicolaus Nickleby.

und da die gute Frau nichts davon bemerkte, daß er den goldenen Knopf ſeines langen Stockes an ſeine Naſe hielt und ſo höchſt deſpektirlich dem Kutſcher über ihrem Kopfe telegraphiſche Zeichen gab, ſaß ſie ſehr ſteif und würdevoll und nicht wenig ſtolz da.

Vor dem Theater ordnete ſich das lärmende Aufrei⸗ ßen und Zuſchlagen des Kutſchenſchlags, und an dem Eingange ſtanden die Herren Pyke und Pluck, um ſie in die Loge zu begleiten. Sie waren ſo höchſt artig, daß Herr Pyke unter vielen Eiden einen ſehr alten Mann zu erwürgen drohete, der ihnen mit einer Laterne zufällig in den Weg kam, ſo daß Madame Nickleby ſehr erſchrak und ſchon fürchtete, der alte Mann werde um ihretwil⸗ len ſein Leben einbüßen müſſen. Zum Glücke begnügte ſich jedoch Herr Pyke diesmal bloß mit der Drohung, und ſie gelangten zur Loge ohne eine andere ernſtliche Störung unterwegs, als daß derſelbe kampfluſtige Herr die heftigſten Drohungen gegen den Logenſchließer aus⸗ ſtieß, der ſich zufällig in der Nummer verſah.

Madame Nickleby hatte kaum hinter dem Vorhange der Loge in einem Armſtuhle Platz genommen, als Sir Mulberry und Lord Veriſopht, vom Wirbel bis zu den Fingerſpitzen ihrer Handſchuhe und von den Fingerſpißen ihrer Handſchuhe bis zu den Zehen ihrer Stiefeln höchſt elegant und koſtbar gekleidet, erſchienen. Sir Mulberry war ein wenig heiſerer als am vorigen Tage, und Lord Veriſopht ſah ſehr ſchläfrig aus, woraus, ſo wie aus dem Umſtande, daß Beide nicht recht feſt auf den Füßen ſtehen konnten, Madame Nickleby ſchloß, ſie möchten wohl eben erſt vom Mittagstiſche kommen.

»Wir haben— wir haben— die Geſundheit Ihrer liebenswürdigen Tochter getrunken, Madame Nickleby,⸗ flüſterte Sir Mulberry, der hinter ihr Platz nahm.