Nicolaus Nickleby.
bekomme, wirklich— ſehr leicht. Ich hatte einmal einen Schnupfen,« fuhr Madame Nickleby fort,»ich denke, es war im Jahre achtzehnhundertſiebzehn; warten Sie, vier und fünf iſt neun, und— ja, achtzehnhundertſiebzehn, ei⸗ nen Schnupfen, den ich nicht wieder loszuwerden glaubte; ich glaubte wirklich und wahrhaftig, ich würde ihn nicht wieder loswerden. Endlich half mir noch ein Mittel, von dem Sie vielleicht noch nichts gehört haben, Herr Pluck. Sie nehmen eine Kanne Waſſer, ſo heiß, als Sie es nur aushalten können, thun ein Pfund Salz und für ſechs Pfennig der beſten Kleie hinein, und ſtellen je⸗ den Abend vor dem Bettegehen zwanzig Minuten lang den Kopf hinein,— nicht doch den Kopf, ich meine die Füße. Es iſt ein ganz außerordentliches Mittel, ein ganz außerordentliches Mittel, ſage ich Ihnen. Ich brauchte es,— ich erinnere mich ganz deutlich,— das Erſtemal am zweiten Weihnachtsfeiertage und in der Mitte des nächſten Aprils war der Schnupfen weg. Es ſieht aus wie ein Wunder, wenn man es recht überlegt, denn ich hatte ihn vom September an gehabt.«
»Welches große, betrübende Leiden!« ſagte Herr Pyke.
»Wirklich gräßlich!« rief Herr Pluck.
»Aber es iſt ein Troſt, zu erfahren, daß Madame Nickleby ſich davon erholte, nicht wahr, Pluck?« fuhr Pyke fort.
„Das iſt es eben, was die Sache ſo höchſt intereſ⸗ ſant macht,« antwortete Pluck.
„Aber kommen Sie,« ſagte Pyke, als wenn er ſich plötzlich beſinne,»wir dürfen bei dem Reize dieſer Un⸗ terhaltung unſern Auftrag nicht vergeſſen. Wir kommen mit einem Auftrage, Madame Nickleby.«
„»Mit einem Auftrage!“« rief die gute Frau, deren


