Nicolaus Nickleby. 5
»Ja,“« ſagte Pluck,»hat ſie nicht den größten Werth für ihn?«
„Den allergrößten Werth,« erwiederte Pyke.
„»Es kann der Madame Nickleby nicht entgangen ſein,« ſagte Herr Pluck,»welchen ungeheuren Eindruck das liebe Mädchen—«
„Pluck!« rief ſein Freund,»bedenken Sie!«
„»Pyke hat recht,« murmelte Pluck nach einer kurzen Pauſe, vich ſollte nichts davon ſagen. Pyke hat voll⸗ kommen recht. Ich danke Ihnen, Pyke.«
»Wahrhaftig,« dachte Madame Nickleby bei ſich, vein ſolches Zartgefühl habe ich noch nie gefunden!«
Pluck, der einige Minuten lang in großer Verlegen⸗ heit zu ſein ſchien, begann endlich wieder mit der Bitte, Madame Nickleby möge nicht beachten, was er gedan⸗ kenlos geſagt habe und ihn für einen unvorſichtigen, übereilten Menſchen halten; doch möge ſie ihm glauben, daß er die beſten Abſichten dabei gehabt habe.
»Wenn ich aber,« ſagte Pluck,»ſo viel Liebenswür⸗ digkeit und Schönheit auf der einen und ſo große Nei⸗ gung und Hingebung auf der andern Seite ſehe, ſo— verzeihen Sie, Pyke, ich wollte nicht wieder auf das Thema kommen. Sprechen Sie von etwas Anderm, Pyke.« 1
»Wir verſprachen Sir Mulberry und dem Lord Fre⸗ derick,« ſagte Pyke,»dieſen Vormittag zu Ihnen zu ge⸗ hen und uns zu erkundigen, ob Sie ſich am vorigen Abend den Schnupfen geholt.«
»Vorigen Abend nicht den geringſten,« antwortete Madame Nickleby,»ich danke dem Lord und Sir Mul⸗ berry für die Ehre, welche ſie mir erweiſen„ſich da⸗ nach zu erkundigen; nicht den geringſten,— und das iſt um ſo merkwürdiger, da ich den Schnupfen ſehr leicht


