Nicolaus Nickleby.
Käthchen ſo ſchnell gekommen und wohin ſie verſchwun⸗ den ſei. Ohne den Beiſtand Ralphs aber, mit dem er ſeit ihrer Trennung bei jener Gelegenheit nicht wieder geſprochen hatte, waren alle ſeine Bemühungen verge⸗ bens geweſen, und er theilte alſo dem jungen Lord mit, was der Onkel damals zugeſtanden hatte. Dadurch konnte Sir Mulberry Hawk zweierlei erreichen, einmal ſich an dem Mädchen rächen und dann Geld von dem Lord erhalten.
Bald darauf begab er ſich denn mit ſeinem jungen Freunde zu Ralph Nickleby. Dieſer war zu Hauſe und allein. Er führte ſie in das Geſellſchaftszimmer, wo er ſich an das darin Vorgefallene zu erinnern ſchien, denn er warf einen neugierigen Blick auf Sir Mulberry Hawk, der darauf mit einem Lächeln antwortete. Sie beſprachen ſich eine kurze Zeit über ein eben im Gange befindliches Geldgeſchäft, und ſobald dies abgethan war, bat der junge Lord den alten Ralph um eine kurze Un⸗ terredung unter vier Augen.
»Allein?« ſagte Hawk mit erheuchelter Verwunde⸗ rung.»Ich werde in das Nebenzimmer gehen. Blei⸗ ben Sie nicht zu lange.«
Damit nahm er ſeinen Hut, trällerte ein Liedchen und trat durch eine Thür in das Nebenzimmer.
»Nun, Mylord, was wünſchen Sie?2«
»Nickleby,« antwortete der Lord, indem er ſich auf dem Sopha nach dem Alten hin drehete,»was für eine hübſche Nichte haben Sie!«
»Möglich— möglich— ich kümmere mich um ſolche Dinge nicht.«
Sie wiſſen, daß ſie ein ſchönes Mädchen iſt. Sie müſſen das wiſſen, Nickleby. Läugnen Sie nicht.« „Ich glaube, ſie gilt dafür, ja, ich weiß es. Wenn


