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Nicolaus Nickleby. 169
Sache nachgedacht. Suchen Sie das Mädchen ſelbſt.“
„Nein.«
»Ja, ſage ich, aber ich meine nicht, wenn Sie kön⸗ nen. Sie ſollen ſie finden,— ich werde Sie auf die Spur leiten.«
»Sie ſind doch ein braver, prächtiger, ehrlicher Freund?« entgegnete der Lord, auf den jene Worte einen ſehr belebenden Eindruck gemacht hatten.
»Ich will Ihnen ſagen, wie. Sie war bei jenem Eſſen als Lockſpeiſe für Sie.«
»Nein! was zum Teu—«
»Als Lockſpeiſe für Sie; der alte Nickleby hat mir es ſelbſt geſagt.«
»Ein ſchlauer alter Hahn! Ein edler Schurke.«
»Ja, er wußte, daß ſie ein nettes hübſches Ding—⸗
»Nett!? Auf Seele, Hayk, ſie iſt eine vollkom⸗ mene Schönheit,— ein, ein Bild, eine Statüe, ein — ein, auf Seele, das iſt ſie!«
»Das iſt Geſchmacksſache; ſtimmt mein Geſchmack mit dem ſeiaen nicht überein, deſto beſſer.“
»Nun, Sie waren an jenem Tage verliebt genug in ſie. Ich konnte kaum ein Wort mit ihr reden.«
»Für einmal iſt ſie ſchon gut genug, aber ſich zwei⸗ mal um ſie zu bemühen, verdient ſie nicht. Wenn Sie wirklich Abſichten auf die Nichte haben, ſo ſagen Sie dem Onkel, Sie müßten wiſſen, wo ſie lebe, oder Sie würden keine Geſchäfte mehr mit ihm machen. Er wird ihren Aufenthaltsort ſogleich verrathen.«
„»Warum ſagten Sie mir dies nicht ſchon längſt?«
»Erſtens wußte ich es nicht, und zweitens glaubte ich nicht, daß Sie wirklich ſo ernſtlich verliebt wären.«
Sir Mulberry Hawk hatte ſeit jener Mahlzeit bei Ralph Nickleby alles aufgeboten, um zu erfahren, woher


