Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

168 Nicolaus Nickleby.

Lord Frederick Veriſopht ſprach zuerſt. Er ließ ſei⸗ nen Fuß auf den Boden ſinken, gähnte gewaltig, ſuchte eine ſitzende Stellung einzunehmen und wendete ſeine matten Augen nach ſeinem Freunde, dem er mit ſchläfri⸗ ger Stimme zurief.

»Heda!« antwortete Sir Mulberry, indem er ſich umdrehete.

»Wollen wir den ganzen Tag daliegen?«

»Ich weiß nicht, ob wir zu irgend etwas Andern tauglich ſein werden; wenigſtens noch eine Zeitlaug. Ich fühle keinen Gran Leben mehr in mir.«

»Leben! Mir iſt es, als könnte nichts bequemer ſein, als jetzt zu ſterben.«

»Nun, warum ſterben Sie denn nicht?« Mit die⸗ ſen Worten drehete ſich der Freund wieder um und ver⸗ ſuchte einzuſchlafen.

Der Lord zog einen Stuhl an den Frühſtückstiſch und verſuchte zu eſſen; als er aber fand, daß dies nicht gehe, trat er an das Fenſter, dann ging er, die Hand an ſeine brennende Stirn gelegt, in dem Zimmer eini⸗ gemale auf und ab, warf ſich wieder auf das Sopha und weckte ſeinen Freund nochmals.

»Was zum Teufel giebt es?« antwortete Sir Mul⸗ berry, indem er ſich aufſetzte. Dann dehnte und ſtreckte er ſich mehrmals, ſchüttelte ſich und erklärte, er friere » teufelmäßig,« machte einen Verſuch an dem Frühſtück und blieb dort, da es ihm beſſer gelang als dem Lord.

»Wenn wir nun,« ſagte er nach einiger Zeit, indem er einen Biſſen auf die Gabel geſteckt hatte,»von der kleinen Nickleby wieder anfingen?«

»Sie verſprachen mir, das Mädchen ausfindig zu machen.

»Das that ich, habe aber ſeitdem weiter über die

4