Nicolaus Nickleby. 167
Neuntes Kapitel.
Der Seelenfriede Käthchens Nickleby kommt in Gefahr.
Der Ort war eine Reihe ſchöner Zimmer in Regent's Street in London; die Zeit drei Uhr Nachmittags und die Perſonen Lord Frederick Veriſopht und deſſen Freund Sir Mulberry Hawk.
Dieſe Herren lagen auf einem Paar Sophas; zwi⸗ ſchen ihnen ſtand ein Tiſch, und auf demſelben bemerkte man die Materialien eines unangerührten Frühſtücks. In dem Zimmer umher lagen Zeitungsblätter, aber ſie blieben unbeachtet wie das Frühſtück, nicht weil die Unterhaltung zu lebhaft war, denn es wurde kein Wort zwiſchen den Beiden gewechſelt und man hörte keinen Ton, außer wenn einer der Herren ſich herumwarf, um eine bequemere Lage für ſeinen ſchmerzenden Kopf zu finden.
Schon daraus hätte man ſchließen können, daß die vorige Nacht durchſchwärmt worden war, wären auch keine anderen Spuren von den Vergnügungen dagewe⸗ ſen, mit denen man ſich beſchäftigt hatte. Ein Paar Billardbälle, ganz beſchmutzt, zwei Hüte voll Beulen, eine Champagnerflaſche mit einem unter den Hals der⸗ ſelben gewickelten ſchmutzigen Handſchuhe, um ſie ſicherer als Waffe faſſen zu können, ein zerbrochener Stock, ein leerer Beutel, eine zerriſſene Uhrkette, eine Hand⸗ voll Silbergeld mit Fragmenten von Cigarren und de⸗ ren Aſche!— dieſe und manche andere Spuren ließen keinen Zweifel über die Art übrig, wie die Herren die vergangene Nacht verbracht hatten.


