Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 13

fuhr Mademoiſelle Knag fort,»denn Sie müſſen doch faſt an unſerm Hauſe vorbei, und da es ziemlich dun⸗ kel iſt und unſere letzte Magd vor acht Tagen mit der Geſichtsroſe in das Hoſpital gebracht werden mußte, ſo freut es mich, den Weg nicht allein wandern zu müſſen.«

Käthchen hätte dieſer ſchmeichelhaften Begleitung gern entbehrt, Mademoiſelle Knag nahm aber, nach⸗ dem ſie ſich den Hut zu ihrer Zufriedenheit aufgeſetzt hatte, ihren Arm mit einer Miene, in welcher ſich voll⸗ kommen deutlich das Bewußtſein ausſprach, welche Ehre ſie Käthchen erweiſe, und ehe dieſe etwas ſagen konnte, befanden ſie ſich unten auf der Straße.

»Ich fürchte,« ſagte Käthchen zögernd,»Mama meine Mutter wartet hier auf mich.«

»O deshalb brauchen Sie ſich nicht zu entſchuldigen, meine Liebe,« fiel Mademoiſelle Knag ſogleich mit einem ſüßen Lächeln ein;»ſie iſt gewiß eine recht achtbare alte Frau, und es wird mir hm! recht angenehm ſein, ſie kennen zu lernen.«

Da die arme Madame Nickleby wirklich an der Stra⸗ ßenecke wartend und frierend ſtand, ſo blieb Käthchen nichts übrig, als ſie der Mademoiſelle Knag vorzuſtellen, welche, als Direktrice einer ſo angeſehenen Putzhand⸗ lung, ſehr herablaſſend und artig war. Dann gingen alle Drei, Mademoiſell Knag in der Mitte, Arm in Arm und recht vertraut weiter.

»Sie können es nicht glauben, Madame Nickleby, wie lieb ich Ihre Tochter gewonnen habe,« ſagte Ma⸗ demoiſelle Knag, nachdem ſie eine Weile in würdevol⸗ lem Schweigen gegangen waren.

»Es freut mich, dies zu hören,« antwortete Ma⸗ dame Nickleby,»obgleich es nichts Neues iſt, daß wild⸗