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Nicolaus Nickleby.
tel iſt ein gemeiner Charakter, an den Perſonen von feinerer Bildung kaum denken mögen; aber kleide man ihn in grünen Sammt mit einem hohen Federhute, und verlege man den Schauplatz ſeiner Thätigkeit aus der dicht bevölkerten Stadt auf die einſame Bergſtraße, und man wird in ihm den würdigſten Helden der Dich⸗ tung und des Abenteuers ſehen. So geht es auch mit jener erſten und vornehmſten Tugend, die, wenn ſie ge⸗ hörig gepflegt und geübt wird, zu allen übrigen führt, wenn ſie dieſelben nicht ſchon in ſich begreift. Sie will ihr romantiſches Intereſſe haben, und je weniger ſich von dem wirklichen hartkämpfenden Werkeltagsleben in dieſes romantiſche Intereſſe miſcht, um ſo beſſer.
Das Leben, dem das arme Käthchen Nickleby ſich ergeben hatte, war ein ſehr beſchwerliches; aber damit die Einförmigkeit, das ungeſunde Sitzen im Zimmer und die körperliche Anſtrengung, welche den weſentlichſten Inhalt deſſelben ausmachten, die Theilnahme der gro⸗ ßen Maſſe von mitleidigen und fühlenden Herzen nicht lähmen, wollen wir lieber bei der Perſon des unglück⸗ lichen Mädchens verweilen, als uns in eine genauere und ausführlichere Beſchreibung der Anſtalt einlaſſen, in die ſie eingetreten war.
„Wirklich, Madame Mantalini,« ſagte Mademoi⸗ ſelle Knag, während Käthchen, am erſten Abende nach ihrem Eintritte, ihren traurigen Weg nach Hauſe nahm, „»dieſe Mademoiſelle Nickleby iſt eine ſehr achtbare junge Perſon,— wirklich eine ſehr achtbare Perſon— hm! — auf mein Wort, Madame Mantalini, es macht ſelbſt Ihrer Klugheit viele Ehre, daß Sie ein ſo ausgezeich⸗ netes, ein ſo ſittſames, ein— hm!— ſo beſcheidenes junges Frauenzimmer gefunden haben, um bei dem An⸗ probiren zu helfen. Ich habe junge Frauenzimmer ge⸗


