Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

168 Nieolaus Nickleby.

einmal einen Onkel, Madame Mantalini, der in Chelten⸗ ham lebte und ein ſehr einträgliches Geſchäft als Mate⸗ rialhändler hatte, hm!, und der hatte ſo kleine Füße, daß ſie nicht groͤßer waren als die, die man ge⸗ wöhnlich an hölzerne Beine macht, die zierlichſten Füße, Madame Mantalini, die ſelbſt Sie ſich vorſtellen können.

»Sie müſſen ungefähr ausgeſehen haben wie Klump⸗ füße, Mademoiſelle Knag,« ſagte Madame.

»Sehr gut, das iſt Ihnen ähnlich,« erwiederte Made⸗ moiſelle Knag.»Ha! hal ha! Klumpfüße! O, ſehr gut! Wie oft ſage ich das den jungen Damen! Ja, ſage ich, und es iſt mir gleich, wer es erfährt, wenn von ſchla⸗ gendem Witze die Rede iſt hm! ſo habe ich nie etwas gehört, und ich habe gar viel gehört; denn als mein lieber Bruder noch lebte ich hielt ihm Haus, Mademoiſelle Nickleby hatten wir jede Woche zwei oder drei junge Männer zum Abendeſſen, die damals als witzige Köpfe berühmt waren, Madame Manta⸗ lini wenn von ſchlagendem Witze die Rede iſt, ſage ich zu den jungen Damen, ſo habe ich nie etwas gehört, was gegen Madame Mantalini aufkäme hm! Das iſt ſo fein, ſo farkaſtiſch und doch ſo gut gelaunt wie ich erſt dieſen Morgen zu Mademoiſelle Simmonds ſagte, daß es mir wirklich ein Geheimniß iſt, wie und wo und wann ſie es ſich angeeignet haben mag.«

Hier hielt Mademoiſelle Knag ein, um Athem zu ho⸗ len, und während ſie einhält, ſei es uns erlaubt zu be⸗ merken nicht daß ſie wunderbar geſprächig und wun⸗ derbar unterwürfig gegen Madame Mantalini war, da dies Thatſachen ſind, die keiner Erläuterung bedürfen; ſondern daß ſie die Gewohnheit hatte, in dem Strome ihrer Rede von Zeit zu Zeit ein lautes, ſcharfes, helles

1

WerWhräe⸗