Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 167

dies iſt die junge Perſon, von der ich mit Ihnen ge⸗ ſprochen habe.

Mademoiſelle Knag antwortete ihrer Gebieterin durch ein ehrerbietiges Lächeln, welches ſie mit vieler Geſchick⸗ lichkeit in ein herablaſſendes für Käthchen verwandelte. Sie verſicherte, daß es zwar viele Mühe verurſache, von jungen Mädchen umgeben zu ſein, die gar nicht an die Arbeit gewöhnt wären, daß ſie aber überzeugt ſei, die junge Perſon werde ſehen, ihr Beſtes zu thun; und da ſie dieſe Ueberzeugung hege, ſo intereſſire ſie ſich ſchon jetzt für dieſelbe.

»Ich denke, daß es für das Erſte wohl das Beſte ſein wird, wenn Mademoiſelle Nickleby mit Ihnen in das Vorrathszimmer geht und den Leuten die Sachen an⸗

paßt,« ſagte Madame Mantalini.»Sie wird für jetzt

nicht gut andere Dienſte leiſten können; und ihr Aeu⸗ ßeres«

»Entſpricht vollkommen dem meinigen, Madame Mantalini,« unterbrach ſie Mademoiſelle Knag.»Das thut es, und ich hätte freilich vorausſetzen können, daß Sie nicht viel Zeit bedürfen würden, um dies zu ſehen. Denn Sie haben ſo viel Geſchmack in all dieſen Dingen⸗ daß ich wirklich geſtehen muß, wie ich oft zu den jungen Damen ſage, ich weiß nicht, wie oder wo ſie das Alles gelernt haben können, was Sie wiſſen. Hm! Mademoi⸗ ſelle Nickleby und ich, wir ſind ganz ein Paar, Madame Mantalini, ich bin nur etwas dunkler als Mademoiſelle Nickleby, und hm! ich denke, mein Fuß wird et⸗ was kleiner ſein. Mademoiſelle Nickleby, das weiß ich gewiß, wird es mir nicht übel nehmen, daß ich das ſage, wenn ſie hört, daß unſere Familie immer wegen ihrer kleinen Füße berühmt geweſen iſt, ſeit hm! ſeit unſere Familie überhaupt Füße hat, denke ich. Ich hatte