Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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166 Nicolaus Nickleby.

ſehen konnte, Fräulein Nickleby, die ſich verächtlich ab⸗ wandte, ein Geſicht zuſchnitt.

Durch dieſes Compliment beruhigt, nahm die Frau des Hauſes einige Papiere aus ihrem Schreibtiſche und übergab ſie Herrn Mantalini, der ſie mit großer Freude in Empfang nahm. Sie forderte Käthchen auf, ihr zu folgen, und nach mehreren vergeblichen Bemühungen des Gatten, die Aufmerkſamkeit der jungen Dame auf ſich zu ziehen, gingen ſie ab und verließen den liebenswürdigen Herrn der vollen Länge nach auf dem Sopha ausge⸗ ſtreckt, die Beine in der Luft und eine Zeitung in der Hand.

Madame Mantalini ging voran, die Treppe hinunter und durch einen Gang nach einem großen Zimmer hinten heraus, wo eine Anzahl junger Frauenzimmer damit be⸗ ſchäftigt waren, verſchiedene Zeuge zuzuſchneiden, zuſammen⸗ zunähen, zurechtzumachen und eine Menge anderer Vor⸗ richtungen zu treffen, die nur denen bekannt ſind, welche ſich auf die Kunſt der Putzmacherei verſtehen. Es war ein beengtes Gemach mit einem Fenſter, durch welches das Licht von oben hereinfiel, und ſo unangenehm und ſtill, wie ein Zimmer nur ſein konnte.

Madame Mantalini rief laut nach Mademoiſelle Knag, worauf ſich ein kurzes, geſchäftiges, auffallend ge⸗ kleidetes Frauenzimmer mit großer Wichtigkeit vorſtellte, und alle die jungen Damen für den Augenblick ihre Be⸗ ſchäftigungen aufgaben, und einander kritiſche Bemerkun⸗ gen über den Schnitt und den Stoff von dem Kleide Käthchens, über ihren Teint, ihre Geſichtszüge und ihr ganzes Aeußere zuflüſterten, was mit eben ſo viel guter Lebensart geſchah, als die beſte Geſellſchaft in dem ge⸗ drängteſten Ballſaale nur hätte entwickeln können.

»Ach, Mademoiſelle Knag,« ſagte Madame Mantalini,