164 Nicolaus Nickleby.
„Warum ich ſie nicht genommen habe?« erwiederte ihr Gatte.»Par bleu, hatte ich nicht im Concerte die liebenswürdigſte kleine Zauberin in der Welt geſehen? und da dieſe kleine Zauberin meine Frau iſt, ſo mögen alle Gräfinnen in England—«
Herr Mantalini beendigte ſeinen Satz nicht, ſondern gab Madame Mantalini einen ſchallenden Kuß, den Ma⸗ dame Mantalini zurückgab, und darauf ſchienen noch mehr Küſſe zu folgen, die mit der Fortſetzung des Frühſtücks vermiſcht waren.
»Und wie ſteht es mit dem Gelde, Juweel meiner Exiſtenz?« ſagte Herr Mantalini, als dieſe Liebkoſungen. aufhörten.»Wie viel haben wir in Caſſe?«
„Das iſt ſehr wenig,« entgegnete Madame.
„»Wir müſſen etwas mehr haben,« bemerkte Mantalini, „wir müſſen uns eine Zahlung von dem alten Nickleby machen laſſen, um unſere Ausgaben zu beſtreiten; il me faut absolument de P'argent.«
»Du kannſt es doch jetzt unmöglich bedürfen,« ſagte Madame ſchmeichelnd.
„»Mein Leben und meine Seele,« entgegnete der Gatte; „bei Scrubbs ſteht ein Pferd zum Verkauf; es wäre eine Suͤnde und eine Schande, es ſicß entgehen zu laſſen; es iſt umſoch zu haben, Entzücken meiner Sinne, pour rien!«
„»Umſonſt?« fragte Madame ungläubig.
»So gut als umſonſt,« erwiederte Mantalini.»Für hundert Louisd'or wird es zugeſchlagen; Mähne, Hals und Schweif, Alles iſt von der ausgeſuchteſten Schön heit. Ich werde es im Park, gerade vor den Caroſſen meiner verſchmähten Gräfinnen reiten. Mon Dieu! die alte Wittwe wird vor A— und Wuth in Ohnmacht
fallen. Die beiden aneßverden ſagen: Er iſt verhei⸗


