Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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70 Nicolaus Nickleby.

nichts kommen konnte, als einem geräuſchvollen Ge⸗ zänke, begnügte ſich, dem Tyrannen einen verächtlichen Blick zuzuwerfen, und ſchritt mit ſo ſtolzem Anſtande als möglich die Treppe hinauf, obwohl es ihn nicht wenig verdroß zu bemerken, daß Fräulein Squeers und der junge Saueers und das Dienſtmädchen ſich von ei⸗ nem verborgenen Winkel aus an dem Vorgange ergetz⸗ ten. Die beiden erſten ergingen ſich in vielen erbau⸗ lichen Betrachtungen über die Anmaßung armer Em⸗ porkömmlinge, was ein gewaltiges Gelächter veranlaßte, an dem ſogar der elendeſte aller elenden Dienſtboten Theil nahm, während Nicolaus, auf das tödtlichſte verletzt, was er von Bettzeug hatte über den Kopf zog und bei ſich den feſten Entſchluß faßte, die Rech⸗ nung, die zwiſchen ihm und Herrn Squeers aufgelau⸗ fen war, früher zum Abſchluſſe zu bringen, als der Letzte erwartete.

Ein neuer Tag kam, und Nicolaus war kaum er⸗ wacht, als er die Räder eines Wagens hörte, der ſich dem Hauſe näherte. Er hielt. Die Stimme von Ma⸗ dame Squeers ließ ſich vernehmen, die ein Glas Brannt⸗ wein für irgend Jemand verlangte, was für ſich allein ſchon ein hinreichendes Zeichen war, daß ſich etwas Außerordentliches ereignet hatte. Nicolaus wagte es kaum, aus dem Fenſter zu ſehen; aber er that dies doch, und der erſte Gegenſtand, auf den ſeine Augen fielen, war der arme Smike, ſo durchnäßt von Koth und Regen, ſo abgezehrt, ermattet und verwildert, daß man daran zweifeln konnte, ob er es auch wirklich wäre, wenn ſeine Kleider ihn nicht verrathen hätten, die der Art waren, wie man ſie kaum jemals an einer Vogelſcheuche geſehen hat. 3

»Hebt ihn heraus,« ſagte Squeers, nachdem er ſeine

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