Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 69

die demſelben bevorſtanden. Er blieb in raſtloſer Be⸗ ängſtigung und malte ſich tauſend verſchiedene Möglich⸗ keiten aus, bis am Abende des folgenden Tages Squeers allein und unverrichteter Dinge zurückkehrte.

»Nichts Neues von dem Ausreißer!« ſagte der Schulmeiſter, der offenbar während ſeiner Reiſe nicht ſelten nach ſeinem alten Grundſatze die Füße ausge⸗ ſtreckt hatte.„Ich will dafür an irgend Jemand mich meines Schadens tröſten, Nickleby, wenn meine Frau ihn nicht aufjagt, davon ſetze ich Sie in Kenntniß.“

»Ich bin nicht im Stande, Sie zu tröſten,« er⸗ wiederte Nicolaus.»Es iſt mir ſehr gleichgültig.«

»So? das iſt es 2« ſagte Squeers in drohendem Tone.»Wir werden ſehen.«

„Immerhin,« verſetzte Nicolaus..

»Da iſt das Pferd, das ſich die Beine lahm gelau⸗ fen hat, und ich muß mit einem Miethwagen nach Hauſe kommen; das wird allein anderthalb Thaler ko⸗ ſten, ohne die andern Ausgaben,« bemerkte Squeers. „Wer ſoll das bezahlen, hören Sie 24

Nicolaus zuckte die Schultern und ſchwieg.

»Ich will es von irgend Einem haben, das ſage ich Ihnen,“« ſchrie Saueers, der ſeinen gewöhnlichen ſchnei⸗ denden, argliſtigen Ton jetzt gegen jenen der offenen prahleriſchen Herausforderung vertauſchte.»Nichts von Ihren gewöhnlichen winſelnden Aufſchneidereien, mein Bürſchchen, ſondern fort nach Ihrem Hundelvoche; es iſt Zeit, zu Bette zu gehen. Vorwärts! Machen Sie, daß Sie fortkommen!«

Nicolaus biß ſich in die Lippen und ſchloß unwill⸗ kürlich die Fäuſte, denn die Spitzen ſeiner Finger brannten, die Beleidigung zu rächen; aber er gedachte, daß der Mann betrunken war, und daß es daher zu