Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

66 Nicolaus Nickleby.

Nun, junger Herr, haben Sie nur die Gefälligkeit, ſich nach der Schulſtube zu begeben, und die Burſchen mit Ihnen zu nehmen, und bewegen Sie Sich nicht vom Platze, bis Sie Erlaubniß erhalten haben, oder wir Beiden, Sie und ich, können etwas zu thun bekom⸗ men, was ihr hübſches Geſicht verderben wird, wie ſchön Sie ſich auch Selbſt dünken; das ſage ich Ihnen.

»In der That!« entgegnete Nicolaus lächelnd.

»Ja, in der That, und noch einmal in der That, mein Herr Maulaffe,« ſagte die aufgeregte Dame,»und ich würde einen ſolchen Menſchen, wie Sie, nicht eine Stunde länger im Hauſe behalten, wenn ich meinen Willen hätte.«

Das würden Sie auch nicht, wenn ich den meini⸗ gen hätte, erwiederte Nicolaus.»Nun, Kinder!«

»Ach! Nun, Kinder!« ſagte Madame Saueers, in⸗ dem ſie, ſo ſehr ſie es vermochte, die Stimme und das Benehmen des Unterlehrers nachahmte.»Folgt Eurem Anführer, Jungen, und nehmt Euch Smike zum Mu⸗ ſter, wenn Ihr es wagt. Aber ſeht zu, was er bekom⸗ men wird, wenn er zurückgebracht iſt, und merkt es Euch wohl, was ich ſage: es ſoll Euch eben ſo ſchlimm ergehen und noch einmal ſo ſchlimm, wenn Ihr nur den Mund über ihn aufthut.«

»Wenn ich ihn einfange,« bemerkte Squeers,»ſo will ich nicht eher aufhören, als bis er lebendig ge⸗ ſchunden iſt; das kündige ich Euch an, Ihr Jungen.«

»Wenn Du ihn einfängſt,« verſetzte Madame Squeers verächtlich;»er kann Dir ja nicht entgehen! Du kannſt ihn gar nicht verfehlen, wenn Du nur auf die richtige Weiſe zu Werke gehſt. Vorwärts, fort mit Euch!

1