Nicolaus Nickleby. 65
„Ich halte es für ſehr wahrſcheinlich,« erwiederte Nicolaus in dem ruhigſten Tone.
»So? das thun Sie, das thun Sie?« höhnte ihn Squeers.»Vielleicht wiſſen Sie auch wohl, daß er es iſt 2«
»Ich weiß nichts davon.«
»Er ſagte Ihnen alſo nicht, daß er gehen wollte? Ich ſoll glauben, daß er es Ihnen nicht geſagt hat?« fuhr Squeers mit höhniſchem Lächeln fort.
»Er hat es nicht gethan,« entgegnete Nicolaus, » und es freut mich, daß er es nicht gethan hat; denn es würde dann meine Pflicht geweſen ſein, Sie noch zu rechter Zeit zu warnen.⸗
»Was Ihnen ohne Zweifel verteufelt leid geweſen wäre, zu thun?« ſagte Squeers in ſpöttiſcher Weiſe.,
»Das würde es in der That,« verſetzte Nicolaus. »Sie deuten meine Gefühle mit treffender Wahrheit.«
Madame Saueers hatte dieſe Unterhaltung unten an der Treppe mit angehört, aber nun verlor ſie alle Geduld, zog eilig ihre Nachtjacke an und nahm ihren Weg nach dem Schauplatze der Handlung.
»Was ſoll dieſer ganze Lärm bedeuten?« ſagte die Dame, während die Knaben rechts und links aus⸗ wichen, um ihr die Mühe zu erſparen, ſich mit ihren kräftigen Armen einen Durchgang zu bahnen.»Was auf der Welt haſt Du mit ihm da zu ſprechen, Squeerchen?«
»Ei, meine Liebe,« antwortete Squeers, die Sache iſt, daß Smike nirgend zu finden iſt.«
»Gut, das weiß ich,« ſagte die Dame,»und was iſt da zu verwundern? Wenn Du Dir eine Geſellſchaft übermüthiger Lehrer holſt, welche die jungen Hunde in Rebellion bringen, was kannſt Du anderes erwarten?
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