Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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64 Nicolaus Nickleby.

ſen verwirrter Ausdruck, während er vorgeſchleppt wurde, anzudeuten ſchien, daß er noch ungewiß war, ob er für ſeine Vermuthung geſtraft oder belohnt wer⸗ den ſollte. Er blieb nicht lange in Zweifel.

»Du denkſt alſo, daß er davon gelaufen iſt, mein Bürſchchen? Thuſt Du das?« fragte Squeers.

Ja, lieber Herr,« erwiederte der kleine Knabe.

»Und welchen Grund haſt Du,« ſagte Squeers, in⸗ dem er den kleinen Knaben plötzlich bei den Armen er⸗ griff und ſeine Bekleidung mit außerordentlicher Ge⸗ wandtheit emporſtreifte,»welchen Grund haſt Du zu glauben, daß irgend einer der Knaben in dieſer Anſtalt den Wunſch hegen ſollte, davon zu laufen? Wie, mein Bürſchlein?«

Das Kind erhob einen kläglichen Schrei ſtatt der Antwort, und Herr Saueers, der ſich in die günſtigſte Stellung warf, um ſeine Kraft zu üben, ſchlug das kleine Geſchöpf ſo lange, bis es in ſeinen ſchmerzlichen Windungen ſich ihm wirklich aus der Hand wälzte, worauf er es gnädig ſich hinwegwälzen ließ, ſo gut es konnte.

»Da haſt Du es,« ſagte Squeers.»Wenn jetzt noch Einer von Euch glaubt, daß Smike hinweggelau⸗ fen iſt, ſo wird es mir angenehm ſein, eine kleine Unter⸗ haltung mit ihm zu haben.«

Natürlich herrſchte das tiefſte Stillſchweigen, wäh⸗ rend deſſen Nicolaus ſeinen Abſchen ſo unzweideutig an den Tag legte, als denſelben Blicke irgend verrathen können.

»Gut alſo, Nickleby,« ſagte Squeers, der ihn bos⸗

haft betrachtete.»Sie glauben aber gewiß, daß er hin⸗

weggelaufen iſt; das ſetze ich voraus?«